Weil sie eine Frau mit der Tötung ihres von ihr getrennt lebenden Ehemanns beauftragt haben soll, ist eine 37-Jährige in Berlin zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Das Landgericht der Hauptstadt sprach sie am Mittwoch der versuchten Anstiftung zum Mord schuldig, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte dreieinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung drei Jahre.
Laut Staatsanwaltschaft fasste die Angeklagte im Laufe des Jahres 2023 den Entschluss, ihren Ehemann töten zu lassen. Die damals 13-Jährige Tochter des Mannes weihte sie in den Tatplan ein. Diese stellte den Kontakt zu einer Frau her, die vorgab, den Auftragsmord durchführen zu wollen. Im Oktober 2023 übergab die Angeklagte der gesondert verfolgten Frau an einem Berliner U-Bahnhof 1800 Euro als Anzahlung für die vereinbarte Auftragssumme von 5000 Euro.
Laut Anklage hatte die angebliche Auftragsmörderin zu keinem Zeitpunkt vor, den Auftrag auszuführen. Sie wollte lediglich an das Geld der Angeklagten kommen. Tatsächlich kam es nicht zur Umsetzung.