Großflächiger Stromausfall in baden-württembergischem Reutlingen

Einsatzfahrzeug mit Blaulicht
Einsatzfahrzeug mit Blaulicht
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Im baden-württembergischen Reutlingen hat es am Montag als Folge eines Brands einen großflächigen Stromausfall gegeben. Auch die benachbarten Gemeinden Wannweil und Kirchentellinsfurt waren davon betroffen, wie die Stadt mitteilte. Es waren auch Stunden nach dem Brand weiter 7600 Haushalte ohne Strom. Betroffen waren die Umspannwerke Mark West und Mitte.

Die örtliche Polizei leitete in Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Landeskriminalamt (LKA) Ermittlungen zur Brandursache ein. „Unsere Ermittlungen sind in jegliche Richtung“, sagte Polizeisprecherin Tina Rempfer. Es komme eine Brandstiftung in Frage, fahrlässiges oder vorsätzliches Fehlverhalten oder auch eine technische Ursache. „Alle Möglichkeiten werden in Betracht gezogen.“

Die Feuerwehr war nach Bekanntwerden des Stromausfalls mit etwa 200 Einsatzkräften vor Ort. Das Feuer konnte nach gut drei Stunden gegen 05.00 Uhr am Montagmorgen gelöscht werden. Etwa eine Stunde später konnte zumindest teilweise die Stromversorgung wieder hergestellt werden. Wegen der massiven Auswirkungen löste der Kreisbrandmeister eine außergewöhnliche Einsatzlage aus, so dass noch in der Nacht zum Montag auch die Verwaltungsverantwortlichen in Reutlingen alarmiert wurden.

Auch das Reutlinger Klinikum war für mehrere Stunden von dem Stromausfall betroffen. Die Klinik konnte sich mit einer Notstromversorgung behelfen. Nach Angaben der Stadt konnte das Umspannwerk Mitte seinen Betrieb nach mehreren Stunden wieder aufnehmen, weshalb die Innenstadt und damit auch das Krankenhaus wieder mit Strom versorgt wurden.

Der Stadt zufolge wird der in der Nacht zum Montag gegen 02.00 Uhr eingetretene Stromausfall für die weiter betroffenen Haushalte „eine längere Zeit“ andauern. Eine belastbare Prognose zur vollständigen Wiederherstellung sei noch nicht möglich. Auch Telefon und Internet funktionierten nur noch eingeschränkt. Die zuständigen Behörden entwickelten gemeinsam mit Feuerwehr und Polizei Strategien, um die Bevölkerung mit dem Nötigsten zu versorgen.

AFP