Israelische Armee: Chef der iranischen Revolutionsgarden getötet

Revolutionsgarden-Chef Mohammed Pakpur im April 2024
Revolutionsgarden-Chef Mohammed Pakpur im April 2024
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Bei den US-israelischen Angriffen auf den Iran ist nach Angaben der israelischen Armee der Anführer der iranischen Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, getötet worden. Auch Ali Schamchani, ein Berater des geistlichen Oberhauptes Ayatollah Ali Chamenei sowie Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh seien bei den Angriffen umgekommen, sagte Armeesprecher Effie Defrin am Samstagabend in einer Fernsehansprache.

Der Armeesprecher zeigte bei seiner Ansprache Fotos von einigen getöteten Vertretern der iranischen Führung. Nach seinen Angaben wurden insgesamt sieben hochrangige Vertreter der iranischen Führung getötet.

Zuvor hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu in einer Fernsehansprache gesagt, es seien einige Verantwortliche der iranischen Führung getötet worden. Zudem gebe es "viele Anzeichen" auch für den Tod Chameneis.

Die Revolutionsgarden haben sich seit ihrer Gründung kurz nach der Ausrufung der Islamischen Republik im Iran 1979 die Revolutionsgarden zu einem Staat im Staate entwickelt, der das Land militärisch und auch wirtschaftlich dominiert. Sie gelten als loyale Truppen von Chamenei. Pakpurs Vorgänger Mohammed Kasemi war im Juni 2025 bei einem israelischen Luftangriff getötet worden.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von Luftangriffen gegen die Islamische Republik gestartet. Als Reaktion griff der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in Staaten der Golfregion an.

AFP