Vor der Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Bei dem Tier handelt es sich um den als „Timmy“ bekannt gewordenen Buckelwal. Der stern-Newsblog.
Seit Anfang März irrte ein Buckelwal vor der deutschen Ostseeküste umher und strandete dabei mehrmals – erst in Schleswig-Holstein vor Timmendorfer Strand – daher der Name „Timmy“ – und schließlich am 31. März endgültig vor der Insel Poel in der Wismarer Bucht (Mecklenburg-Vorpommern). Von dort startete eine groß angelegte Rettungsaktion.
Buckelwal „Timmy“ ist tot
Der Buckelwal wurde in einer Transport-Barge Richtung Nordsee gebracht. Am 2. Mai wurde „Timmy“ freigelassen. Genau zwei Wochen später steht fest: Das Tier ist tot.
Alle Entwicklungen im stern-Newsblog:
Wichtige Updates
Tim Schulze
Auch die sogenannte Rettungsinitiative muss sich Fragen stellen lassen: Die Unternehmerin Karin Walter-Mommert und der Media-Markt-Mitgründer Walter Gunz haben das Geld zur Verfügung gestellt. Aus Liebe zu dem Tier, wie es heißt. Vielleicht war es gut gemeint. Doch bekanntermaßen ist gut gemeint nicht immer gut gemacht.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass sämtliche Rettungsversuche möglicherweise reine Tierquälerei waren – aus einem naiven Naturverständnis heraus. Oder einfach aus Ahnungslosigkeit.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass sämtliche Rettungsversuche möglicherweise reine Tierquälerei waren – aus einem naiven Naturverständnis heraus. Oder einfach aus Ahnungslosigkeit.
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Tim Schulze
Der Wal war „schwerstkrank“ – das war bekannt
Zur Erinnerung: Anfang April stellen Experten gemeinsam mit Umweltminister Backhaus ein Gutachten zum Gesundheitszustand des Wals vor. Darin heißt es, der Wal sei „schwerstkrank“. Die Experten verweisen auf den sich verschlechternden Hautzustand und gehen wegen des Aufliegens von Organschäden aus. Das Tier könne bei einer möglichen Rettungsaktion am Stress sterben.
Backhaus will zunächst demzufolge keine weitere Rettungsaktion zulassen – wenige Tage später knickt er ein.
Als sich der Wal schließlich in einem Lastkahn auf dem Weg Richtung Nordsee befindet, warnen Experten davor, dass Tier sei so geschwächt, dass es im freien Meer kaum überleben könne. Dennoch wird der Wal in einer heimlichen Aktion im Skagerak über der Nordspitze Dänemarks frei gelassen – weit entfernt vom ursprünglichen Ziel Nordsee. Es kommen sogar Gerüchte auf, die Schiffscrew habe den Wal mit einem Seil an der Fluke gewaltsam ins Meer geschoben – das wäre blanke Tierquälerei gewesen. Bewiesen ist es nicht.
Backhaus will zunächst demzufolge keine weitere Rettungsaktion zulassen – wenige Tage später knickt er ein.
Als sich der Wal schließlich in einem Lastkahn auf dem Weg Richtung Nordsee befindet, warnen Experten davor, dass Tier sei so geschwächt, dass es im freien Meer kaum überleben könne. Dennoch wird der Wal in einer heimlichen Aktion im Skagerak über der Nordspitze Dänemarks frei gelassen – weit entfernt vom ursprünglichen Ziel Nordsee. Es kommen sogar Gerüchte auf, die Schiffscrew habe den Wal mit einem Seil an der Fluke gewaltsam ins Meer geschoben – das wäre blanke Tierquälerei gewesen. Bewiesen ist es nicht.
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Tim Schulze
Die Rolle von Umweltminister Backhaus ist fragwürdig. Anfangs war er gegen jeden Rettungsversuch, weil er auf die Experten hörte. Die sagten von Beginn an, dass der Wal zu geschwächt sei und sterben werde. Backhaus hörte vernünftigerweise auf sie. Erst als sogenannte Tierschützer und zwei Millionäre auf den Plan traten, kippte er um. Warum?
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Tim Schulze
Kritische Fragen wird sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhau stellen lassen müssen. Vorsorglich verteidigt er seine Entscheidung, den Rettungsversuch der privaten Initiative zuzulassen. Viele Menschen hätten großen Anteil an dem Schicksal des Tieres genommen und gehofft, dass es gelingen würde, den Wal wieder in die Freiheit zu entlassen, betont der SPD-Politiker. Wissenschaftler hätten nicht ausschließen können, dass der Wal trotz seines sicher schlechten Gesundheitszustandes überleben könnte, sagt er.
„Deswegen hat mein Haus entschieden, den Bergungsversuch zu dulden. Leider hat das Tier seine Chance nicht nutzen können.“ Und weiter: „Ich halte es für absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht. Wer das kritisieren will, möge das tun.“
„Deswegen hat mein Haus entschieden, den Bergungsversuch zu dulden. Leider hat das Tier seine Chance nicht nutzen können.“ Und weiter: „Ich halte es für absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht. Wer das kritisieren will, möge das tun.“
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. Jens Büttner / DPA
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Tim Schulze
Damit ist auch klar: Die Rettungsaktion der privaten Initiative ist gescheitert. Der mehrmals an der Küste Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns gestrandete Wal war von der privaten Initiative mit Hilfe eines Lastkahns ins offene Meer gebracht und am 2. Mai etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt im Skagerrak ausgesetzt worden – alles vergebens.
Wissenschaftler hatten im Vorfeld gewarnt, dass das Tier geschwächt sei und keine Chance hätte zu überleben. Sie behalten Recht.
Wissenschaftler hatten im Vorfeld gewarnt, dass das Tier geschwächt sei und keine Chance hätte zu überleben. Sie behalten Recht.
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Tim Schulze
Am Samstag haben Taucher der dänischen Naturschutzbehörde Naturstyrelsen und eine deutsche Tierärztin den Wal erneut begutachtet und sind unter das Tier getaucht. Das hat Klarheit gebracht. Sie entdecken den von der Rettungsinitiative angebrachten Tracker.
Am Freitag hatte es von der Behörde zunächst geheißen, es sei kein Sender an dem Tier gefunden worden.
Morten Abildstrøm von der Behörde erklärt später, dass ein an der Rückenflosse angebrachter Sender gar nicht hätte entdeckt werden können, weil der tote Wal zunächst auf der Seite und mittlerweile auf dem Rücken lag.
Am Freitag hatte es von der Behörde zunächst geheißen, es sei kein Sender an dem Tier gefunden worden.
Morten Abildstrøm von der Behörde erklärt später, dass ein an der Rückenflosse angebrachter Sender gar nicht hätte entdeckt werden können, weil der tote Wal zunächst auf der Seite und mittlerweile auf dem Rücken lag.
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Stefan Düsterhöft

Behörden bestätigen: „Timmy“ ist tot
Bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt handelt es sich nach Angaben der Behörden um „Timmy“. An dem Tier wurde ein zuvor angebrachter Tracker gefunden, wie das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern und die dänische Umweltbehörde mitteilen.
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Tim Schulze
Alle, die das Schicksal des gestrandeten Wals mitfühlend verfolgt haben, warten auf die Nachricht: Handelt es sich bei dem toten Tier vor Anholt um den Buckelwal, der erst vor Timmendorfer Strand und später vor der Insel Poel gestrandet war? Hier sind Bilder, die den Wal-Kadaver von der Insel Anholt mitten im Kattegat zeigen.
Tierärztin Anne Herrschaft, die zum Team der privaten Rettungsinitiative gehört, nimmt den Wal vor Anholt in Augenschein. Identifizieren konnte sie ihn nicht. Aktuell ist sie ein zweites Mal auf dem Weg zum Wal. Marcus Golejewski / DPA
Die örtliche Naturschutzbehörde hat Gewebeproben entnommen, die endgültig Gewissheit verschaffen werden. Marcus Golejewski / DPA
Die Proben werden an deutsche und dänische Wissenschaftler geschickt. Marcus Golejewski / DPA
Ein Teil der Gewebeproben geht zum Beispiel an ein Labor nach Hannover und wird dort frühestens am Montag untersucht werden. Marcus Golejewski / DPA
Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um den gestrandeten Wal handelt, ist groß. Schließlich kommen Buckelwale nicht allzu häufig in der Ostsee vor. Zudem hat der Kadaver in etwa die gleiche Größe wie das gestrandete Tier. Marcus Golejewski / DPA
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Stefan Düsterhöft

Handelt es sich bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um den in Deutschland mehrfach gestrandeten Wal oder nicht? Darüber soll es bald Gewissheit geben, nachdem Morten Abildstrøm von der dänischen Naturschutzbehörde und eine deutsche Tierärztin den Wal erneut begutachtet haben. Gerade sollen sie unterwegs zu dem Tier sein. RTL hat zuvor mit Abildstrøm gesprochen. „Ich habe keine Ahnung, ob es Timmy ist oder nicht”, erklärte er gegenüber dem Fernsehsender. Er habe „nie gesagt”, dass es sich um das Tier handele. „Aber ein Buckelwal in dänischen Gewässern ist sehr selten. Vielleicht ist es also der Wal aus Deutschland oder vielleicht ist es ein anderer.”
Transparenzhinweis: Der stern ist Teil von RTL Deutschland.
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Stefan Düsterhöft

Ein Vertreter der dänischen Naturbehörde will heute Mittag zusammen mit einer deutschen Tierärztin den vor der Insel Anholt liegenden toten Wal nochmals begutachten. Das sagt Morten Abildstrøm von der Behörde Naturstyrelsen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Möglicherweise könne die Tierärztin herausfinden, ob es sich bei dem verendeten Tier um den zuvor mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandeten Buckelwal handle, sagt Abildstrøm.
Die Tierärztin gehört zu der privaten Initiative, die den vor der Insel Poel gestrandeten Wal per Lastkahn Richtung Nordsee transportiert hatte – eine Aktion, von der viele Experten zuvor abgeraten hatten.
Die Tierärztin gehört zu der privaten Initiative, die den vor der Insel Poel gestrandeten Wal per Lastkahn Richtung Nordsee transportiert hatte – eine Aktion, von der viele Experten zuvor abgeraten hatten.
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Stefan Düsterhöft

Toter Wal wird heute erneut untersucht
Handelt es sich bei dem toten Wal vor der dänischen Insel Anholt um „Timmy“? Eine Tierärztin, die an der privaten Transportaktion beteiligt war, ist gestern nach Anholt gereist, um den Wal-Kadaver zu inspizieren – doch das hat keine Klarheit gebracht, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD).
Am Samstag sollen weitere Untersuchungen folgen, kündigt er an. Die Tierärztin werde den Wal noch einmal in Augenschein nehmen, erläutert ein Sprecher des Ministers.
Ein Abgleich des Musters auf der Schwanzflosse könnte bei der Identifizierung des Wals helfen. Jeder Wal hat ein individuelles Muster auf der Fluke – quasi wie ein Fingerabdruck. Allerdings liegt die Schwanzflosse des Tiers unter Wasser und ist deshalb nicht genau zu erkennen.
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Phil Göbel
Kein GPS-Sender am Wal gefunden
Ob der tote Wal vor der dänischen Insel Anholt der zuvor in der deutschen Ostsee gestrandete Buckelwal ist, ist weiter unklar. Das sagte Morten Abildstrøm von der dänischen Behörde Naturstyrelsen zur Nachrichtenagentur DPA. Man habe keinen GPS-Sender am Tier gefunden.
Abildstrøm hatte den gestrandeten Wal aus direkter Nähe inspiziert, als dem Tier eine Gewebeprobe aus der Schwanzflosse entnommen wurde. Diese Probe soll nun nach Deutschland geschickt und dort untersucht werden. Abildstrøm sagte, er sei sich zu 95 Prozent sicher, dass es sich bei dem verendeten Meeressäuger um einen Buckelwal handle. Er könne es aber nicht mit Sicherheit sagen, da der Wal auf der Seite und halb unter Wasser liege. Das Tier sei zwölf Meter lang, sagte Abildstrøm.
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Lena Keppler
Wochenlang beschäftigte das Drama um den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee. Nun soll kurz nach dessen Rettungsaktion ein toter Wal vor Dänemarks Küste gefunden worden sein. Doch ist es „Timmy“? Mehr dazu sehen Sie im Video.
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Phil Göbel
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus sagt, sein Haus stehe seit der Nacht in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und darüber hinaus mit der dänischen Umweltbehörde.
„Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, das zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war.“ Er warnte vor Spekulationen.
„Ziel ist es, zu erfahren, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, das zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war.“ Er warnte vor Spekulationen.
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Phil Göbel
Forscher glauben, dass es sich „höchstwahrscheinlich um Timmy“ handelt
Wie „Bild“ berichtet, erklärte Morten Abildstrøm von der Naturschutzbehörde in Anholt, gegenüber dem dänischen TV-Sender DRTV: „Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal Timmy handelt“.
Ein deutscher Tierarzt, der in den Fall Timmy involviert war, habe um eine Gewebeprobe gebeten. Es werde ein gutes Stück aus dem Tier geschnitten, das dann in Teilen sowohl Forscher in Deutschland als auch in Dänemark erhalten können. Darüber hinaus werde untersucht, ob der Wal mit einem Sender ausgestattet ist.
Ein deutscher Tierarzt, der in den Fall Timmy involviert war, habe um eine Gewebeprobe gebeten. Es werde ein gutes Stück aus dem Tier geschnitten, das dann in Teilen sowohl Forscher in Deutschland als auch in Dänemark erhalten können. Darüber hinaus werde untersucht, ob der Wal mit einem Sender ausgestattet ist.
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DPA