Die Fertilitätsrate nahm somit von 0,75 auf 0,8 Kinder pro Frau zu - was allerdings weiterhin deutlich unter dem für eine stabile Bevölkerung nötigen Wert von 2,1 Kindern pro Frau liegt. Südkorea hatte in den vergangenen Jahren Milliardensummen ausgegeben, um die Bevölkerung zum Kinderkriegen zu motivieren.
Den jüngsten Anstieg erklärte Park Hyun Jeong von der Statistikbehörde mit einer Zunahme der Hochzeiten in Südkorea, wo alleinerziehende Eltern weiterhin von einem großen Teil der Gesellschaft geächtet werden. Die Heirat gilt somit weiterhin für viele Paare als Voraussetzung für die Familiengründung.
Die Zahl der Eheschließungen sei von April 2024 bis Dezember 2025 Monat für Monat gestiegen, zahlreiche Paare holten ihre wegen der Corona-Pandemie verschobenen Hochzeiten nach.
Experten nennen mehrere Gründe für die niedrige Geburtenrate in Südkorea: von den hohen Kosten für die Schulbildung über die starke Wettbewerbsorientierung in der Wirtschaft, durch die gut bezahlte Arbeitsplätze stark umkämpft sind. Insbesondere für berufstätige Mütter ist es demnach schwer, Haushalt und Kindererziehung mit ihrer Karriere zu vereinbaren.
Die südkoreanische Regierung hatte zuletzt unter anderem mit staatlichen Bonuszahlungen, Zuschüssen zu Kinderbetreuung und zu Behandlungen gegen Unfruchtbarkeit entgegengewirkt.