ÖPNV
RMV sieht Personalsituation verbessert - Ausfälle bei S8

Rund 500.000 Menschen nutzen täglich laut RMV die S-Bahnen in Rhein-Main. (Symbolfoto) Foto: Andreas Arnold/dpa
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Der Anteil der Zugausfälle wegen Personalmangels geht laut dem Verkehrsverbund zurück. Just am Tag der Mitteilung bremst ein Engpass wichtige Linien aus. Und Baustellen behindern weiter.

Nach Angaben des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) fallen in diesem Jahr bislang weniger S-Bahnen wegen Personalmangels aus. Der Anteil personalbedingter Ausfälle an den Zugausfällen insgesamt habe in den ersten vier Monaten dieses Jahres bei 0,2 Prozent gelegen nach 3,2 Prozent im Vorjahreszeitraum, teilte der Verkehrsverbund mit Sitz in Hofheim mit. 

Gleichwohl erklärte der RMV, Baustellen und die Instandhaltung von Strecken sorgten weiter für Ausfälle und Verspätungen. Am Samstag zeigte sich das etwa auf der wichtigen Linie S8 von Wiesbaden via Mainz, dem Frankfurter Flughafen sowie der Frankfurter City nach Hanau.

RMV: Baugeschehen wirkt sich immer stärker aus

Hier war am Samstag zunächst kein Betrieb möglich, Züge der S9 fuhren lediglich im 60-Minuten-Takt und wurden von Mainz-Kastel über den Mainzer Hauptbahnhof. Als Grund wurde die kurzfristige Erkrankung von Fahrpersonal angegeben. 

„Die Personalengpässe der vergangenen Jahre waren eine enorme Belastung für unsere Fahrgäste“, sagte Der Vorsitzende der RMV-Geschäftsführung, Knut Ringat. Hier sähe man inzwischen deutliche Fortschritte. „Personalbedingte Zugausfälle finden nur noch im Ausnahmefall statt, beispielsweise bei kurzfristiger Krankmeldung vor der Fahrt.“ Gleichzeitig habe das hohe Baugeschehen jedoch immer stärkere Auswirkungen auf die Stabilität des Verkehrs und die Pünktlichkeit – bei steigenden Fahrgastzahlen. „Wir brauchen deshalb Tempo und breite Unterstützung für den Schienenausbau.“

2025 hatte der RMV nach eigenen Angaben mit 839 Millionen Fahrgästen einen Rekord verbucht. Die S-Bahn Rhein-Main wird demnach täglich von etwa 500.000 Menschen genutzt.

dpa