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Konservative Park bei Präsidentenwahl in Südkorea vorn


Bei der Präsidentschaftswahl in Südkorea zeichnet sich laut einer ersten Prognose ein äußerst knapper Sieg der konservativen Politikerin Park Geun Hye ab.

Bei der Präsidentschaftswahl in Südkorea zeichnet sich laut einer ersten Prognose ein äußerst knapper Sieg der konservativen Politikerin Park Geun Hye ab. Laut Nachwahlbefragungen führt Park mit 50,1 Prozent der Stimmen vor ihrem liberalen Rivalen Moon Jae In, der demnach auf 48,9 Prozent kommt. In der Parteizentrale von Parks NFP sprangen Anhänger von ihren Sitzen und jubelten. Eine offizielle Reaktion auf die Prognose gab es noch nicht. Park wäre bei einem Wahlsieg die erste Frau im südkoreanischen Präsidentenamt.

Park ist die Tochter von Park Chung Hee, der das Land in den Jahren 1961 bis 1979 mit eiserner Hand regierte. Kritiker werfen ihr vor, autoritär und arrogant zu sein und ihre politische Legitimität allein von ihrem Vater zu beziehen. Dieser wird zwar in Südkorea wegen seines diktatorischen Führungsstils sehr kritisch gesehen, zugleich aber als Architekt des Aufstiegs Südkoreas zur asiatischen Wirtschaftsmacht verehrt.

Die Wahlbeteiligung war laut ersten Angaben trotz eisiger Temperaturen mit mehr als 70 Prozent sehr hoch. Auf den nächsten Präsidenten warten dringende Probleme wie ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum, steigende Sozialkosten in einer der am schnellsten alternden Gesellschaften der Welt sowie die anhaltenden Spannungen mit Nordkorea.

AFP AFP

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