Energiewende
Özdemir: Auch für die Souveränität weg von Öl und Gas

Fossile Energie ist laut Özdemir ein Risiko für Souveränität. (Archivfoto) Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Fossile Energie ist laut Özdemir ein Risiko für Souveränität. (Archivfoto) Foto
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Cem Özdemir sieht die Energiewende nicht nur als Weg zum Klimaschutz, sondern betont auch die Bedeutung für Deutschlands Unabhängigkeit.

Die Energiewende weg von Öl und Gas ist für Cem Özdemir auch eine Frage von Unabhängigkeit und Sicherheit. "Wo kommen denn die fossilen Energieträger her?", fragte der Grünen-Spitzenkandidat für die Landtagswahl im ZDF-Morgenmagazin. "Es sind fast alles autoritäre Gesellschaften." Özdemir ergänzte: "Das Geld deutscher Steuerzahler fließt in den Nahen Osten und kommt zurück beispielsweise in Form auch von Islamismus."

Özdemir warf Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor, ein Problem mit erneuerbaren Energien zu haben. "Das Thema Wärmepumpe ist jetzt ihr großes Problem." Eine Abhängigkeit von fossilen Energien hat aus Sicht des Grünen-Politikers große Nachteile: "Es wird teurer, es ist schlecht fürs Klima, es ist aber auch schlecht für die Souveränität des Landes." 

Deutschland bekommt das meiste Erdöl inzwischen aus Norwegen und den USA. Knapp ein Viertel kam nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen 2024 aus den Opec-Ländern, zu denen auch Länder wie Saudi-Arabien, Libyen und der Iran gehören. Auch beim Gas ist inzwischen Norwegen der wichtigste Lieferant.

In Baden-Württemberg wird an diesem Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Derzeit regiert im drittgrößten Bundesland eine Koalition aus Grünen und CDU unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

dpa

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