Balkonkraftwerke ermöglichen es Privathaushalten, auch ohne eigenes Dach Solarstrom zu erzeugen und so einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Die kompakten Photovoltaik-Anlagen können die Stromkosten über die Zeit senken und die Klimabilanz des im Haushalt genutzten Stroms verbessern. Offen bleibt allerdings die Frage: Wie umweltfreundlich sind Balkonkraftwerke selbst – von der Herstellung bis zur Entsorgung?
Aus welchen Komponenten besteht ein Balkonkraftwerk?
Um zu verstehen, was es mit der Nachhaltigkeit von Balkonkraftwerken auf sich hat, muss man zunächst wissen, was genau ein Balkonkraftwerk eigentlich ist.
Grundsätzlich bestehen die kleinen, steckerfertigen Solaranlagen im Komplettset in der Regel aus folgenden Komponenten:
- 1 bis 4 Photovoltaik-Module
- Wechselrichter
- Anschlusskabel
- Befestigungsmaterial
Die einzelnen Komponenten sind so ausgelegt, dass sie sich auch ohne Vorkenntnisse montieren und in Betrieb nehmen lassen. Es handelt sich um Plug-and-Play-Lösungen, die ohne aufwendige Technik auskommen.
Wer ein steckerfertiges Komplettpaket für die eigene Stromversorgung anschaffen möchte, der kann sich beispielsweise beim Anbieter Kleines Kraftwerk umschauen – dort gibt es zahlreiche Optionen für den Balkon, das Dach oder den Garten. Etwa das Duo-Komplettpaket für den Gitterbalkon inklusive einer statisch geprüften Halterung "Made in Germany".
Details zum Angebot:
- 2 bifaziale PV-Module mit je 450 bis 560 Wp
- Hoymiles 800-Watt-Mikro-Wechselrichter (HMS-800W-2T)
- 2 Halterungen für den Gitterbalkon
- Stromanschlusskabel mit Schuko-Stecker und Solarverlängerungskabel
- Energiemanagement mit Smartphone-App
- 25 Jahre Leistungsgarantie
- Versand: kostenlos
- Preis mit Rabatt: 399 statt 679 Euro
Umweltfreundliche Sonnenenergie in Strom umwandeln
Photovoltaik-Module wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Der erzeugte Strom wird in das bestehende Hausnetz eingespeist und kann direkt von Kühlschrank, Waschmaschine und anderen Verbrauchern genutzt werden – dadurch sinkt der Bedarf an extern erzeugtem Strom aus fossilen Quellen. In sonnenreichen Monaten kann ein Balkonkraftwerk einen Teil des täglichen Energieverbrauchs abdecken, was die Stromkosten senkt und den CO₂-Ausstoß verringert. Bei schlechtem Wetter und im Winter fällt der Ertrag jedoch deutlich geringer aus, weshalb solche Anlagen meist nur eine Ergänzung zu anderen Energiequellen sind.
Da durch das Nutzen erneuerbarer Energiequellen aber durchaus weniger fossile Brennstoffe verwendet werden müssen, wirken sich Balkonkraftwerke positiv auf die Umwelt aus. Es gibt dabei jedoch auch einige kritische Aspekte zu betrachten.
Zu den positiven Umweltauswirkungen gehören:
- Der CO₂-Ausstoß wird reduziert
- Der Bedarf an fossilen Brennstoffen wird verringert
- Erneuerbare Energien werden gefördert
Betrachten wir die Umweltaspekte von Balkonkraftwerken, sollte aber auch mit einbezogen werden, wie Solarmodule produziert und am Ende wieder entsorgt werden. Diese Prozesse gehen nämlich nicht völlig emissionsfrei vonstatten und können umweltbelastend sein. Wer sichergehen will, informiert sich über die ökologische Bilanz der verwendeten Module. Werden zum Beispiel vorwiegend recycelbare oder besonders langlebige Materialien eingesetzt, lässt sich die Umweltbelastung weiter reduzieren.
Wie umweltfreundlich sind die Materialien eines Balkonkraftwerks?
Bei der Frage, wie umweltfreundlich ein Balkonkraftwerk ist, spielen die verwendeten Materialien eine zentrale Rolle. Die meisten Solarmodule bestehen zu einem großen Teil aus reinem Silizium. Die Herstellung des Siliziums erfordert laut SWR viel Energie, was wiederum zu CO₂-Emissionen führt. Aluminium und Stahl sind Materialien, die zum Beispiel bei den Halterungen verwendet werden. Sie sind leicht recycelbar und langlebig. Dennoch ist es laut Verbraucherzentrale umweltschädlich, Metalle abzubauen und zu verarbeiten.
Werden also die Komponenten eines Balkonkraftwerks hergestellt, sind dafür in der Regel mehrere energieintensive Schritte nötig, die sich negativ auf die Umwelt auswirken können. Positiv zu bemerken ist jedoch, dass viele dieser Materialien gut zu recyceln sind. Werden diese also nachhaltig entsorgt und im besten Fall sogar wiederverwertet, ist das ein weiterer positiver Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit. Laut dem Internetportal Futurezone wird derzeit daran geforscht, das Silizium aus ausrangierten Solarmodulen effektiv weiter zu nutzen.
Tipp: Auch die Herkunft der Solarmodule ist entscheidend. Werden diese in Europa produziert, wird laut einer Studie des Umweltbundesamtes rund 40 Prozent weniger CO₂ freigesetzt.
Laut Umweltbundesamt muss ein Balkonkraftwerk etwa zwei Jahre lang genutzt werden, um die Energie, die für Herstellung, Transport und Entsorgung verbraucht wurde, wieder auszugleichen.
Bei Amazon finden Interessierte ebenfalls Balkonkraftwerke, bei denen die Hersteller eine Performance-Garantie von 25 Jahren geben – in dieser Zeit hat sich die Umweltbilanz definitiv ins Positive gewandelt. Ein Beispiel ist das Solarway-Balkonkraftwerk mit zwei bifazialen Modulen.
Details zum Angebot:
- 2 bifaziale Solarmodule mit je 450 Wp
- Hoymiles HMS-800W-2T Wechselrichter mit 800 W Einspeiseleistung
- Keine Halterung enthalten
- Mit Stromanschlusskabel
- Energiemanagement mit Smartphone-App
- Versand: kostenlos (mit Prime)
- Preis: 299,99 Euro
Das Balkonkraftwerk als Beitrag zur Energiewende
Ein Balkonkraftwerk kann einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten, indem es erneuerbare Energien fördert und Verbraucher unabhängiger von großen Energieversorgern macht. Das hat mehrere Vorteile: Nicht nur wird der CO₂-Ausstoß reduziert, auch sparen Nutzer finanziell und sind weniger abhängig von schwankenden Strompreisen.
Wer sich bewusst für ein Balkonkraftwerk entscheidet, setzt zugleich ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Das kann auch das soziale Umfeld inspirieren, über den Einsatz erneuerbarer Energien nachzudenken und selbst aktiv zu werden. Nutzer von Balkonkraftwerken können auf diese Weise im Nu zu Multiplikatoren werden und einen gesellschaftlichen Wandel weiter anstoßen – und auch das trägt zu einer positiven Umweltbilanz bei.