"Der Abbruch aller Kühltürme ist für uns ein wichtiger Meilenstein im Rückbau", erklärte Ralf Stüwe von RWE. An dem Abriss des vierten Kühlturms hatte es zuletzt Kritik gegeben, weil zahlreiche Nester von Mehlschwalben gefunden worden waren. Vor Abriss der Kühltürme habe RWE "artenschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen" umgesetzt, erklärte das Unternehmen. Es seien acht Schwalbenhäuser für mehrere hundert Tiere errichtet worden.
Seit März 2011 ist das Atomkraftwerk stillgelegt. Es gehörte zu jenen Anlagen, die im Zuge des Atommoratoriums wenige Tage nach dem Tsunami und der darauf folgenden Reaktorkatastrophe von Fukushima in Japan abgeschaltet wurden. Zuvor hatte das Kraftwerk wegen zahlreicher Störfälle in der Kritik gestanden.
Seit 2017 läuft der Rückbau, 15 Jahre sind dafür insgesamt veranschlagt. Die letzten Brennstäbe wurden 2019 aus dem Kraftwerk entfernt und in ein Zwischenlager nahe der Anlage gebracht.
Die ersten beiden Kühltürme wurden 2023 kontrolliert zum Einsturz gebracht. Im vergangenen Dezember folgte der dritte Turm. Mit dem Einsturz am Freitag sind nun alle Kühltürme abgerissen.