Libanesischer Präsident sieht Land vor "neuer Phase"

Libanons Präsident Joseph Aoun
Libanons Präsident Joseph Aoun
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Libanons Präsident Joseph Aoun sieht das Land nach Inkrafttreten der zehntägigen Waffenruhe mit Israel am Beginn einer "neuen Phase". "Es ist die Phase des Übergangs von der Arbeit an einer Waffenruhe zur Arbeit an dauerhaften Abkommen", sagte Aoun am Freitag in einer im Fernsehen übertragenen Rede an die Nation. Diese sollten "die Rechte unseres Volkes, die Einheit unseres Landes und die Souveränität unserer Nation bewahren".

Der Libanon sei nicht mehr "der Faustpfand im Spiel" der anderen oder "der Schauplatz der Kriege" anderer Akteure, sagte der Staatschef weiter. "Und wir werden es nie wieder sein." Vielmehr habe die libanesische Regierung die Entscheidungsgewalt im Land zum ersten Mal in fast einem halben Jahrhundert wieder an sich gezogen.

Aoun deutete damit auf die mächtige, vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz. Diese hatte nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar Raketenangriffe auf Israel gestartet - und den Libanon damit in den Krieg der USA und Israels gegen Teheran hineingezogen.

In der Nacht zum Freitag war eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon in Kraft getreten. Präsident Aoun sagte am Freitag in seiner Ansprache, direkte Verhandlungen mit Israel seien "kein Zeichen der Schwäche". Es werde kein Abkommen geben, "das unsere nationalen Rechte beschneidet", versprach der Präsident.

fs/ck

AFP