Auseinandersetzung an Bord
Passagier greift Flugbegleiter an – Kampfsportler stoppt ihn

Flug der US-Airline Frontier
Während eines Flugs der US-Airline Frontier kam es zu heftigen Auseinandersetzungen
© Reginald Mathalone / Imago Images

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Ein Passagier rastete während eines Flugs aus: Er wollte Notfalltüren öffnen, ins Cockpit eindringen und attackierte einen Flugbegleiter. Das Flugzeug musste zwischenlanden.

Ein Flug der Airline Frontier von San Juan in Puerto Rico nach Chicago konnte nicht wie geplant in der „Windy City“ landen. Wegen einer Auseinandersetzung an Bord musste der Pilot eine Zwischenlandung in Miami einlegen.

Laut US-Medienberichten soll ein Passagier während des Fluges versucht haben, eine Notausgangstür zu öffnen, in das Cockpit einzudringen und anschließend einen dienstfreien Flugbegleiter gewürgt haben. Das geht aus den Ermittlungsakten der Polizei in Miami hervor.

Nach Angaben der Ermittler begann das Chaos an Bord der Maschine etwa 45 Minuten nach dem Start in San Juan. Der 51-Jährige erklärte Zeugenaussagen zufolge wiederholt, er wolle das Flugzeug verlassen, und versuchte, eine der Notausgangstüren zu öffnen. Als Mitglieder der Crew ihn daran hinderten, bewegte er sich nach vorn zur Tür des Cockpits und soll versucht haben, diese mit der Schulter gewaltsam aufzudrücken.

Situation auf Flug eskaliert

Die Situation eskalierte weiter, als der Mann auf dem Weg zurück zu seinem Sitzplatz laut Polizei auch im Bord-Waschraum für Unruhe sorgte. Um die Lage zu beruhigen, wurde er auf einen anderen Platz umgesetzt. An Bord befand sich auch ein Flugbegleiter, der gerade dienstfrei hatte. Dieser erklärte sich bereit, in der Nähe des aufmüpfigen Passagiers zu sitzen und die Situation im Blick zu behalten. 

Kurz darauf kam es jedoch zu einem Angriff: Als der Flugbegleiter aufstand, um die Toilette aufzusuchen, soll der 51-Jährige versucht haben, dessen Tasche an sich zu nehmen. Als er darauf angesprochen wurde, griff er den Mann an und würgte ihn.

Es kam zu einem Handgemenge, mehrere Passagiere und Crewmitglieder griffen ein. Darunter laut Medienberichten auch Josh Longood, ein professioneller Jiu-Jitsu-Kämpfer und -Trainer. Der Kampfsportler half maßgeblich mit, dem Passagier Handfesseln anzulegen. „Dafür trainiere ich, damit ich mich in solchen Situationen wehren kann“, sagte Longood dem Sender WLS. „Ich wusste, dass ich mich darum kümmern konnte, ohne dass er oder jemand anders verletzt wird.“

Der Passagier wurde in Miami der Polizei übergeben. Ihm werden Körperverletzung und Behinderung des Flugbetriebs vorgeworfen.

Quellen: CNN, WLS

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