Spohr nannte unter anderem die Genehmigung für den Import von Kerosin Typ A aus den USA, der bislang in Europa nicht zugelassen ist. "Dadurch würden weniger Raffineriekapazität benötigt, weil derzeit alles Kerosin aus den USA noch einmal raffiniert werden muss." Auch sollte die Regelung ausgesetzt werden, dass Airlines ihre Startslots an den Flughäfen verlieren, sollten sie Flüge wegen fehlenden Treibstoffs streichen müssen.
Insgesamt zeigte sich der Konzernchef optimistisch, dass es nicht zu Engpässen kommen werde. Auch sei die Lufthansa in der aktuellen Situation mit sehr hohen Kerosinpreisen wegen des Iran-Krieges besser aufgestellt als viele Wettbewerber. "Wir sind besser gegen Schwankungen der Treibstoffpreise abgesichert, da mehr als 80 Prozent des Kerosinbedarfs unserer Passagierfluggesellschaften für das laufende Jahr bereits preislich abgesichert sind", sagte Spohr. Auch für das kommende Jahr seien bereits 40 Prozent "gehedged".
Die Streichung von tausenden Kurzstreckenflügen im Zuge der Einstellung des Betriebs der Lufthansa-Tochter Cityline hob Spohr als geplanten, strategischen Schritt hervor. "Wir haben nun die von uns angestrebte Struktur erreicht." Durch die Stilllegung älterer Flugzeuge werde zusätzlich Kerosin gespart.