Der Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes alias "El Mencho", Anführer des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación, war am 22. Februar bei einem Armeeeinsatz in der Nähe von Guadalajara tödlich verletzt worden. Wütende Bandenmitglieder blockierten daraufhin Straßen in zahlreichen mexikanischen Staaten und setzten Autos und Geschäfte in Brand. Bei dem Einsatz gegen Oseguera und den darauffolgenden Gefechten zwischen Bandenmitgliedern und Sicherheitskräften wurden mindestens 74 Menschen getötet.
Mexiko gehört neben den USA und Kanada zu den drei Ausrichter-Ländern der diesjährigen WM. Das sportliche Großereignis findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli statt. Mexikos Staatschefin Claudia Sheinbaum hatte nach der Gewaltwelle im Februar beteuert, für Besucher der WM-Spiele in ihrem Land bestehe "kein Risiko". Der Chef des Weltfußballverbands Fifa, Gianni Infantino, äußerte sich mit Blick auf die Ausrichtung der WM-Spiele in Mexiko "sehr beruhigt".