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Nahles: Gabriel weiter im Rennen um Kanzlerkandidatur

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat einen Pressebericht dementiert, demzufolge sich Parteichef Sigmar Gabriel faktisch aus dem Wettbewerb um die Kanzlerkandidatur im kommenden Jahr zurückgezogen habe.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hat einen Pressebericht dementiert, demzufolge sich Parteichef Sigmar Gabriel faktisch aus dem Wettbewerb um die Kanzlerkandidatur im kommenden Jahr zurückgezogen habe. Es handele sich bei dieser Meldung "um eine weitere, jetzt langsam wie das Kraut in die Höhe schießende Spekulation", sagte sie.

Nahles wandte sich damit im RBB gegen einen Bericht der "Leipziger Volkszeitung", demzufolge die Sozialdemokraten den Kanzlerkandidaten spätestens auf einem Bundesparteitag Anfang Dezember in Berlin küren wollen. Nachdem sich Gabriel zurückgezogen habe, hätten sich Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück gegenseitig versprochen, die Kandidatenfrage "frühzeitig und in voller Sympathie und Freundschaft füreinander" zu klären, heißt es in dem Bericht.

Der eine wolle den anderen zusammen mit Parteichef Gabriel "voll und ganz unterstützen". Für eine frühzeitigere Kandidatenklärung spräche auch die Notwendigkeit, das sich abzeichnende Regierungsprogramm nicht am Ende einem Kandidaten "überzustülpen". Bislang plant die SPD für dieses Jahr allerdings keinen Bundesparteitag.

Bisher hieß es offiziell, die SPD werde ihren Kanzlerkandidaten "spätestens nach der Landtagswahl in Niedersachsen" Ende Januar 2013 nominieren. Spätestens könne schließlich auch bedeuten, "dass wir bereits im November oder vielleicht sogar noch früher so weit sind", sagte ein Mitglied der SPD-Führung der Zeitung. Steinmeier wolle dabei "nicht mit aller Gewalt" nach der Rolle des Kanzlerkandidaten greifen. Dagegen erweckte Steinbrück gerade in jüngster Zeit den genau gegenteiligen Eindruck.

AFP / AFP

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