Gehe die Entwicklung so weiter, würde die CDU bis zum Ende der Legislaturperiode 50.000 Mitglieder verlieren, sagte Linnemann Parteikreisen zufolge. Linnemann selbst wollte die Aussagen auf "Bild"-Anfrage nicht kommentieren. Aus Parteikreisen hieß es, diese Zahl sei ein hochgerechnetes "Worst Case"-Szenario gewesen.
Dennoch wird "Bild" zufolge intern eingestanden, dass die aktuelle Entwicklung auch mit der unbeliebten Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammenhängt. 2026 sei auch auf die Mitglieder-Bilanz bezogen bislang kein gutes Jahr gewesen.
Die aktuelle Entwicklung stellt eine Wende dar: 2024 verzeichnete die CDU mehr als 20.000 Eintritte und überholte die SPD als mitgliederstärkste Partei. Dies wurde auch auf Merz zurückgeführt, der damals die Ampel-Regierung als Oppositionschef unter Druck setzte.