Fernández tritt für die konservative Partei PPSO des scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves an, der gemäß der Verfassung des zentralamerikanischen Landes nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren durfte. Zu Fernández' Rivalen gehören der linksgerichtete Politiker Ariel Robles und der moderat-konservative Ökonom Álvaro Ramos.
Die Wahlergebnisse wurden für etwa 04.00 Uhr MEZ in der Nacht zum Montag erwartet. Für den Wahlsieg bereits in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl werden mindestens 40 Prozent der Stimmen benötigt. Falls keiner der Kandidaten diesen Stimmenanteil erreicht, findet im April eine zweite Runde statt.
Fernández kam in der jüngsten Umfrage der Universität von Costa Rica auf 44 Prozent. Allerdings wurde in dieser Erhebung ein Anteil von 26 Prozent noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler verzeichnet.
Das 5,2-Millionen-Einwohner-Land in Zentralamerika genießt wegen seiner stabilen demokratischen Verhältnisse und seiner Naturschönheiten international einen guten Ruf und ist bei Touristen beliebt. Allerdings hat in Costa Rica die Gewaltkriminalität deutlich zugenommen, weshalb Fragen der Sicherheit bei den Wahlen eine zentrale Rolle spielen.