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Russlands Premier geht auf Distanz zu Syriens Staatschef

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew ist auf Distanz zu Syriens Staatschef Baschar al-Assad gegangen.

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew ist auf Distanz zu Syriens Staatschef Baschar al-Assad gegangen. Dieser habe "einen schweren, vielleicht tödlichen Fehler" gemacht, indem er bei politischen Reformen zu lange gezögert habe, zitierten russische Nachrichtenagenturen aus einem Interview, das Medwedew beim Wirtschaftsforum in Davos dem US-Sender CNN gab.

Die UN-Vetomacht Russland ist neben dem Iran der wichtigste Verbündete der syrischen Regierung im Ausland. Russland verhinderte im UN-Sicherheitsrat bereits wiederholt eine Verurteilung des gewaltsamen Vorgehens der Führung in Damaskus gegen die Opposition.

"Er hätte viel früher handeln müssen und die friedfertige Opposition, die zu Verhandlungen mit ihm bereit war, einladen müssen", sagte Medwedew weiter. Ihm scheine es so, als schwänden die Chancen für einen Verbleib Assads an der Macht mit jedem Tag.

Medwedew bekräftigte die russische Position, wonach allein das syrische Volk über das Schicksal Assads entscheiden könne. "Ich wiederhole es noch einmal: Es ist Sache des syrischen Volkes, das zu entscheiden, nicht Sache Russlands, nicht Sache der USA oder irgendeines anderen Landes", sagte der russische Regierungschef.

AFP / AFP