The photo shows Syrian President Bashar Assad, during a meeting with his Iranian counterpart Mahmoud Ahmadinejad, at the presidency in Tehran, Iran.
Baschar al-Assad
Seit 2000 ist Baschar al Assad Staatspräsident von Syrien. Er ist Nachfolger seines Vaters Hafiz al Assad, der das Land diktatorisch führte. Der Sohn trat als Reformer an. Doch der "Damaszener Frühli...
Ein Gericht in Syrien hat einem ranghohen Verantwortlichen aus dem Apparat des ehemaligen Machthabers Baschar al-Assad "Kriegsverbrechen" und "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" bei der Niederschlagung friedlicher Proteste im Jahr 2011 vorgeworfen. "Sie waren die höchste Autorität in der Provinz Daraa und sind direkt verantwortlich dafür, Befehle zum Töten, Verhaften und Foltern gegeben zu haben", sagte Richter Fachr al-Din al-Arjan am Sonntag an den Angeklagten Atif Nadschib gewandt.
In Syrien beginnt am Sonntag der erste Prozess gegen einen ranghohen Verantwortlichen aus der Regierungszeit des Ende 2024 gestürzten Machthabers Baschar al-Assad. Vor Gericht verantworten muss sich der frühere Geheimdienstchef der südsyrischen Provinz Daraa, Atif Nadschib. Der Assad-Cousin wird für das gewaltsame Niederschlagen von Protesten im Jahr 2011 verantwortlich gemacht. Daraa war damals Ausgangspunkt der regierungskritischen Proteste, deren Niederschlagung zum Bürgerkrieg in Syrien führten.
Einen Tag nach seinem Besuch in Berlin ist Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa in Großbritannien von König Charles III. und Premier Keir Starmer empfangen worden. Wie der Buckingham-Palast mitteilte, empfing der britische Monarch al-Scharaa am Dienstagnachmittag zu einer Audienz. Zuvor hatte al-Scharaa bereits in der Downing Street mit Starmer gesprochen, einem britischen Regierungssprecher zufolge drehte sich die Unterredung um den Iran-Krieg.
Für den Wiederaufbau nach dem Bürgerkrieg und eine Integration von Rückkehrern haben Syrien und Deutschland einen gemeinsamen Aktionsplan beschlossen. Laut dem Dokument, das der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag vorlag, streben beide Länder eine umfassende Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit, Migration, beim Wiederaufbau und bei humanitärer Hilfe an.
Deutschland und Syrien wollen nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Rückkehr syrischer Flüchtlinge in ihre Heimat beschleunigen. Merz sagte am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin, in "der längeren Perspektive der nächsten drei Jahre" sollten "rund 80 Prozent" der derzeit in Deutschland lebenden Syrerinnen und Syrer in ihr Heimatland zurückkehren.
Seit 2000 ist Baschar al Assad Staatspräsident von Syrien. Er ist Nachfolger seines Vaters Hafiz al Assad, der das Land diktatorisch führte. Der Sohn trat als Reformer an. Doch der "Damaszener Frühling" endete abrupt, nachdem die Freiheitsforderungen den Reformwillen der syrischen Führung überstiegen. Schlagzeilen machte der Regent anschließend wegen seiner attraktiven Frau Asma Fauaz al Akhras, die er während seiner Ausbildung zum Augenarzt in London kennenlernte. Die 2011 in Syrien beginnenden Proteste unterdrückte al Assad gewaltsam, im anschließenden Bürgerkrieg setzte er sehr wahrscheinlich Giftgas gegen oppositionelle Kämpfer und Zivilisten ein.