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Tausende Ägypter protestieren in Kairo gegen Mursi


Anlässlich des zweiten Jahrestags des Beginns der Volksaufstands in Ägypten haben sich tausende Menschen auf dem Kairoer Tahrir-Platz versammelt.

Anlässlich des zweiten Jahrestags des Beginns der Volksaufstands in Ägypten haben sich tausende Menschen auf dem Kairoer Tahrir-Platz versammelt. "Nieder mit der Macht des Führers", rief die Menge mit Blick auf den Anführer der islamistischen Muslimbruderschaft, aus der Präsident Mohammed Mursi hervorgegangen ist. Die liberale und linke Opposition hatte für heute zu landesweiten Protesten unter dem Slogan "Brot, Freiheit, soziale Gerechtigkeit" aufgerufen, der bereits die Losung vor zwei Jahren war.

Kundgebungen waren insbesondere auf dem Tahrir-Platz, vor dem Präsidentenpalais im Stadtteil Heliopolis sowie in anderen Städten wie Alexandria und Assiut geplant. Am Donnerstag hatte es am späten Nachmittag nahe des Tahrir-Platzes Zusammenstöße zwischen der Polizei und Demonstranten gegeben, die eine Mauer aus großen Betonblöcken einzureißen versuchten, die eine Straße absperrte. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden dabei rund 20 Menschen verletzt.

Mursi appellierte am Donnerstag an das Volk, den Jahrestag mit "friedlichen und zivilisierten" Kundgebungen zu begehen. Die Muslimbrüder riefen selbst nicht zu einer offiziellen Kundgebung auf. Am 25. Januar 2011 hatten in Ägypten - inspiriert von dem Beispiel Tunesiens - Proteste gegen den langjährigen Präsidenten Husni Mubarak begonnen. Die Kundgebungen auf dem Tahrir-Platz und anderen Orten führten am 11. Februar schließlich zum Sturz des Machthabers.

Für zusätzliche Spannungen sorgte nun die Ankündigung, dass am Samstag im Prozess wegen des Todes von 74 Fußballfans das Urteil gefällt werden solle. Im Februar 2012 hatte es bei einem Spiel in Port Said blutige Ausschreitungen gegeben, bei denen die Sicherheitskräfte weitgehend tatenlos zugesehen hatten. Ihnen wurde vorgeworfen, die Unruhen angezettelt zu haben, um die Ultras zu bestrafen, weil diese eine führende Rolle bei den Protesten 2011 gespielt hatten.

AFP Nicht verwenden (war Agentur)

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