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Verteidiger fordert Freispruch für Hamburger Todesfahrer

Im Prozess um einen schweren Verkehrsunfall mit vier Toten in Hamburg-Eppendorf hat die Verteidigung vor dem Landgericht der Hansestadt Freispruch für den Angeklagten gefordert.

Im Prozess um einen schweren Verkehrsunfall mit vier Toten in Hamburg-Eppendorf hat die Verteidigung vor dem Landgericht der Hansestadt Freispruch für den Angeklagten gefordert. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 40-Jährigen unter anderem fahrlässige Tötung vor, weil er trotz seines Wissens um eine epileptische Erkrankung Auto gefahren sei und dabei im März vergangenen Jahres einen Anfall bekommen haben soll, was den Unfall auslöste. Der Verteidiger wies den Vorwurf zurück. Sein Mandant sei sich subjektiv keiner Gefahr bewusst gewesen.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert. Das Urteil in dem seit März andauernden Prozess will das Gericht noch am Nachmittag verkünden. Bei dem Unfall war der 40-Jährige an einer belebten Kreuzung im Hamburger Stadtteil Eppendorf mit seinem Kleinwagen in eine Passantengruppe geschleudert, die an einer Ampel standen. Vier Menschen starben, darunter der Schauspieler Dietmar Mues, seine Frau Sibylle und der bekannte Sozial- und Sexualforscher Günter Amendt.

AFP / AFP