Das US-Außenministerium erklärte nun, die Wiederaufnahme "diplomatischer und konsularischer Beziehungen" sei mit der venezolanischen Übergangsführung beschlossen worden. Es sollten die Voraussetzungen für einen "friedlichen Übergang hin zu einer demokratisch gewählten Regierung" in dem südamerikanischen Land geschaffen werden.
Die Regierung der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez erklärte, sie setzte auf eine "neue Etappe des konstruktiven Dialogs" mit den USA. Grundlage müssten "gegenseitiger Respekt" und eine "souveräne Gleichheit der Staaten" sein.
Der linksnationalistische Präsident Maduro - ein historischer Gegenspieler der USA - war Anfang Januar bei einem US-Militäreinsatz in Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.
Seitdem setzt US-Präsident Donald Trump auf eine Zusammenarbeit mit Übergangspräsidentin Rodríguez, Maduros früherer Stellvertreterin. Der US-Präsident verlangt unter anderem Zugang zu den riesigen Ölvorkommen des südamerikanischen Landes.
Seit Maduros Sturz haben bereits zwei US-Minister Venezuela besucht: Im Februar reiste US-Energieminister Chris Wright nach Venezuela und kündigte an, eine "drastische Steigerung" der Ölproduktion in dem Land voranzutreiben.
US-Innenminister Doug Burgum beendete just am Donnerstag einen Venezuela-Besuch. Dabei war es um den Bergbau und die Förderung seltener Erden gegangen.
Maduro hatte die diplomatischen Beziehungen zu den USA 2019 abgebrochen. Die USA hatten zuvor Maduros Wiederwahl im Vorjahr als unrechtmäßig eingestuft und den Oppositionellen Juan Guaidó als Interimspräsidenten des Landes anerkannt.