Seit dem Jahreswechsel will die Bundeswehr von allen 18-Jährigen wissen, ob sie am Wehrdienst interessiert sind. Mit vielen positiven Rückmeldungen darf sie nicht rechnen.
Das für Wehrdienstverweigerer zuständige Bundesfamilienministerium hat Vorkehrungen für eine Rückkehr des Zivildienstes im Fall der Wiedereinsetzung der Wehrpflicht gefordert. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, "wir müssen schon jetzt Vorkehrungen treffen - schon jetzt steigt die Zahl derjenigen signifikant, die den Wehrdienst verweigern, obwohl sie noch gar nicht gemustert oder eingezogen werden". Diese Menschen sollten eine Antwort von der Verwaltung erhalten.
Mehr als 400 Menschen haben seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine ihre Kriegsdienstverweigerung widerrufen – deutlich mehr als im gesamten Vorjahr. Allerdings ist die Zahl im Langfrist-Vergleich auch kein Ausreißer.