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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000023822 Gast

Küdigen oder kündigen lassen?

Guten Abend allerseits,

bin seit 6 Monaten in einem Arbeitsverhältnis und ich und der AG sind uns einig, dass es nichts für mich ist. Ich stehe nun vor der Wahl selbst zu kündigen oder gekündigt zu werden.

Die größte Sorge ist der Einfluss auf die folgende Jobsuche bzw. das, was auf das Zeugnis kommt. Daneben noch die Sache mit ALG-Sperre.

Wie sehen das die Personaler, wenn ich sage, ich habe den AG gebeten mich zu kündigen, obwohl ich es selbst wollte?

Was wäre die Empfehlung?

Vielen Dank und Gruß
Peter
Antworten (15)
Gast
Warst du vorher arbeitslos oder Hartz 4 Empänger?
hphersel
Schwierig. Es gibt Personale, die fragen nach, es gibt Personaler, die laden dich erst gar nicht ein. Ich kenne Deinen restlichen Lebenslauf nicht. Wenn es eine einmalige Episode war, dass Du bereits am Ende der Probezeit aus dem Betrieb gegangen bist, wird jeder Personaler verstehen, wenn Du ihm erklärst, warum Du nicht selber gekündigt hast: Weil Dir bei einer Kündigung durch den AG sofort Sozialleistungen zustehen. Da Du und Dein Arbeitgeber Euch ja einig seid, ist es völlig in Ordnung, wenn er Dich gehen lässt, wenn also ER kündigt.
Gast
Eigentlich auch egal!
Das ALG 1 läuft nur 1 Jahr, danach rutscht du in ALGII also Hartz 4.
Wenn du vorher z.B. 6 Monate arbeitslos warst und jetzt wieder in die Arbeitslosigkeit rutscht, bleiben dir noch 6 Monate Arbeitslosengeld, danach bekommst du Hartz 4. Du musst min. 1 Jahr ununterbrochen beschäftigt sein, um wieder Arbeitslosengeld zu bekommen. Das mit dem Zeugnis bzw. Kündigungsgrund solltest du mit einem Arbeitsrechtler besprechen
ing793
es gibt zwei Sichtweisen:
a) finanziell
bei einer Eigenkündigung erhälst Du vom Jobcenter eine Sperre. Unter finanziellen Gesichtspunkten ist es besser, der Arbeitgeber kündigt.
b) Lebenslauf
es macht sich ungeheuer schlecht im Lebenslauf, wenn der Arbeitgeber gekündigt hat, weil Du offensichtlich seinen Ansprüchen nicht genügt hast.
Aber: eine Eigenkündigung mit anschließender Arbeitslosigkeit macht sich beinahe noch schlechter. Man kündigt einfach nicht ohne Anschlussjob
Lösung:
wenn Dein AG mitspielt, dann lass Dir eine "Zwangslage" im Zeugnis bescheinigen. Der AG wollte Dir nicht kündigen, musste aber aufgrund der wirtschaftlichen Situation Personal abbauen. Dann bekommst Du keine Sperre beim AL-Geld (weil Dir gekündigt wurde), Du bist aber andererseits offiziell nicht wegen mangelnder Leistung geflogen (was den Lebenslauf sauber hält)
Anmerkung:
Ein Job kann so Scheisse sein, wie er will: MAN KÜNDIGT NICHT OHNE NEUEN JOB!.
Such Dir was Neues (Du könntest ja sofort anfangen) und kündige dann erst. Versuche, mit dem AG eine entsprechende Frist zu vereinbaren (er muss ja auch erst mal einen neuen Mitarbeiter suchen).
Eine Suche aus (zumindest offiziell) ungekündigter Position ist wesentlich einfacher als aus der Arbeitslosigkeit.
Gast
Ing

Ganz so einfach ist das nicht, wenn der AG ihm wg Zwangslage kündigt, kann die Arbeitsagentur einen Nachweis vom AG über die Zwangslage verlangen oder vom AN, das er auf Wiedereinstellung klagt!
ing793
@Hackus: wenn ich als Chef eine Abteilung zumache oder verkleinere, dann ist das meine unternehmerische Entscheidung und das habe ich Dritten gegenüber nicht zu verantworten. Dazu bedarf es auch nicht einer tatsächlichen Zwangslage sondern einzig meines Willens als Chef, das zu machen.
Ich will gar nicht ausschließen, dass Du am Ende sogar auch noch Recht hast. Aber dann wird der AG das wissen und sich auf den Lösungsvorschlag nicht einlassen.

Der Kardinalfehler liegt ohnehin weit im Vorfeld. Wenn ich sehe, dass die Chemie und/oder die Tätigkeit nicht passt, dann warte ich nicht, bis sich AG und AN "einig sind, dass es nichts ist". So weit lasse ich es doch gar nicht kommen!
Entweder ich suche (und finde) etwas anderes und kündige dann hoch erhobenen Hauptes oder ich ich bin mir niemals nie nicht EINIG mit meinem Chef, unfähig für diese Arbeit zu sein!
Denn NICHTS anderes sagt eine Kündigung während der Probezeit aus: gewogen und für zu leicht befunden. Unwidersprochen und ohne schärfste Anstrengung zum Beweis des Gegenteils lässt man sich einfach nicht in die Arbeitslosigkeit entsorgen. Punkt.
Gast
wenn die Bewerbung so ausdrucksstark war wie die gestellte Frage, man kann sich dies ja auch schreiben lassen, merkt ein Chef halt erst nach Arbeitsaufnahme was für eine Flachpfeife da angetanzt kommt.
Gast
Da bin ich zu 100% bei dir!

Nachdem ich bei der Bundeswehr ausgeschieden bin, war ich viele Jahre im Angestelltenverhältnis, danach durchgängig selbstständig. Ich wäre allerdings auch nie auf die Idee gekommen mich selbst in die Arbeitslosigkeit zu entlassen. Nur ich brauchte ich mich, nach meinem Einstieg bei der Nixdorf Computer AG, nie wieder bewerben, ich wurde immer abgeworben, das Glück hat nicht gleich jeder. Wenn man in seinem.Job unglücklich ist, muss das schrecklich sein. Ich hatte auch mal einen Mitarbeiter, der nicht wirklich zum Kälte- und Klimatechniker taugte. Wir haben aber gemeinsam eine Alternative bei einem guten Kunden gesucht und da ist er bis heute glücklich. Das Glück eines jeden Menschen, liegt in der ungehinderten Ausübung seiner hervorstechendsten Eigenschaften.
Gast
Ach Huddel

Du bringst es immer auf den Punkt, die Wahrheit kann aber manchmal auch weh tun.
Gast
jetzt will ich mal eine Lanze für Gast Peter brechen:
er hat uns nicht mitgeteilt ob er sich vielleicht auf Druck des Arbeitsamtes/Arge bewerben mußte. Auch hierbei werden Drohkulissen aufgebaut welche für AN und AG nicht förderlich sind.
Gast
Das stimmt, ich hab mal gehört, wenn du das zweite oder dritte Angebot der AAG ablehnst, bekommst du kein Geld mehr oder Sperren?
ing793
@Huddelduddel: das ist doch völlig Pumpe, ob er sich "auf Druck des Arbeitsamtes" bewerben "musste".
Peter hatte einen Job - in der Situation gibt man sein Bestes. Punkt. Und wenn der Job unerträglich ist, dann sucht man sich einen anderen und bis dahin gibt man weiter sein bestes.
Gast
ja ing793, vollkommen Recht. Aber, besonders von der Arge habe ich Bewerber bekommen, bei denen ich nicht wußte wer dabei geärgert werden soll der Bewerber oder der AG.
LKW-Fahrer auf Techniker für Konstruktion im Lkw-Zubehörbau wie Sattelauflieger
Gast
Oder von der ARGE, da sehen die Bewerbungsunterlagen aus wie Butterbrotpapier. Genau so geknautscht und ebenso fettig. Die Bewerber kommen dann auch passend dazu gekleidet.
Gast
Nein Hackus, ich meinte nicht die Chrem de la Chrem der Bewerbungsverweigerer.
Nein, es gibt auch solche, die wollen, aber die sich unbedingt x-mal Bewerben müssen, egal wo - auf Teufel komm raus.