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Frage Nummer 3000144722 Gast

Studiengebühren dem Arbeitgeber zurückzahlen - steuerabsetzbar?

Hallo,
mein Mann studiert berufsbegleitend. Sein Ex-Arbeitgeber hat die Gebühren für dieses Studium übernommen und ihn für 3 Jahre verpflichtet, dass er bei vorzeitiger Beendigung die bereits bezahlte Beträge zurückzahlen muss!
Im Januar hat er den Arbeitgeber gewechselt. Er bezahlt jetzt in 6 Raten je 1500 das Geld an den alten Arbeitgeber zurück (Vertragsstrafe).
Jetzt stellt sich die Frage: da er letztendlich die Kosten für das Studium selbstträgt, könnte er die Kosten bei der Steuererklärung als Werbungskosten absetzen (die Rechnungen sind auf die Firma erstellt und sind steuerfrei)? Kann er alle Beträge rückwirkend (die von 2017 und 2018) bei Finanzamt einreichen? Für welchen Jahr kann er die Werbungskosten eventuell absetzen - für 2019 oder 2020? Die Raten bezahlt er ab Januar 2020.
Antworten (2)
hase caesar
mmmh, knifflich, ich weiss ja nicht , wat die schwachmaten dieser community dir alles raten werden, aber als oberschwachmat , tippe ich mal: geh zu nem steuerberater
ingSiebenNeunDrei
mit ein wenig Glück treffen die Voraussetzungen für die Absetzbarkeit von Vertragsstrafen als Werbungskosten zu, wie sie der BFH in einem Urteil aus 2006 (BFH, Urteil vom 22.06.2006, Az. VI R 5/03) dargelegt hat.
Dann könnte die Vertragsstrafe im Jahr der Bezahlung (also in 2020 ff.) komplett abgesetzt werden.

Rückwirkend geht da m.E. nichts, da die Rechnungen weder auf ihne ausgestellt sind noch von ihm bezahlt wurden.

Ob es zutrifft oder nicht, kann ich nicht sagen, ich würde aber mit großem Optimismus zum Steuerberater gehen.