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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000062072 Hefe

Verlustausweiswung nicht vermietbarer Wohnungen

Vor einiger Zeit las ich, dass ein Münchner Vermieter seine nicht vermietbare Wohnung als Verlust geltend gemacht gemacht. Angeblich hat sein Finanzamt sich nach Jahren geweigert und gefordert hat, dass er eine Miete korrigiert. Wie ging der Streit endgültig aus? Können auch in Ballungszentren auch heute noch Verlustzuweisungen für nicht vermietbarer Wohnung geltend gemacht werden?
Antworten (1)
ing793
Ich verstehe die Frage nicht so ganz - wenn ich eine Immobilie vermiete, dann ist das, was mir der Mieter zahlt, meine Einnahme. Die Kosten für z.B. Abschreibung und Instandhaltung kann ich von den Einnahmen abziehen. Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben erhöht oder vermindert mein Einkommen aus "Vermietung und Verpachtung". Das war so, das ist so und das wird auf absehbare Zeit so bleiben.

Wenn jetzt eine Wohnung leer steht, dann sind die Einnahmen Null, dann reduzieren die Kosten der Wohnung in vollem Umfang das Einkommen des Vermieters und wenn er keine anderen Mieteinnahmen zum gegenrechnen hat, dann kann er die Verluste vortragen ins nächste Jahr.

Bleibt die Wohnung aber zu lange leer, zweifelt das Finanzamt irgendwann an der Gewinnerzielungsabsicht. Dann streicht es die Anerkennung der Kosten als Werbungskosten. Der Vermieter muss dann nachweisen, dass er sich ernsthaft bemüht hat. Führt z.B. eine überteuerte Mietforderung zur Unvermietbarkeit, dann stellt das z.B. einen indirekten Nachweis, dass er die Vermietungsabsicht nur vorschiebt.

Gerade heute und in engen Märkten ist es nicht ungewöhnlich, mit einem leeren Haus auf Preissteigerungen zu spekulieren. Das ist lukrativer als Vermietung und man kann schneller reagieren. Einige Städte gehen inzwischen dazu über, solche Wohnungen zu beschlagnahmen und sie zwangsweise zu vermieten.