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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000053385 HansWurst

Was ist so schlimm an der schwarzen Null?

Irgendwie kommt es meinem Verständnis von Haushaltsführung schon nahe, wenn Schäuble auf die schwarze Null besteht. Mehr Geld ausgeben als einnehmen, ist doch schon im kleinsten privat Haushalt der Untergang. Wo liegt denn der Vorteil wenn die Länder verschuldet sind? Wenn mir die Schulden über den Kopf wachsen bin ich pleite. Staaten nicht? Die Wohltaten von heute durch Schulden finanziert, müssen meine Kinder vermutlich ausbaden, also warum nicht ohne Schulden auskommen?
Antworten (13)
Panther
Nein, Staaten gehen nicht pleite.
Sieh dir Griechenland an.
elfigy
Schulden an sich sind nichts schlimmes, solange man die Kredite ohne größere Einschränkung der Lebenqualität bedienen kann.
Das gilt auch für Staatschulden.
Sicher muss man auch darauf achten, dass man sich nicht überschuldet, aber keine Schulden machen, obwohl dringender Investitionsbedarf besteht, ist auch verkehrt.
Im Moment nimmt allerdings der Staat soviel Geld ein, dass er seine Aufgaben auch ohne neue Verschuldung erfüllen kann.
HansWurst
"Schulden an sich sind nichts schlimmes, solange man die Kredite ohne größere Einschränkung der Lebenqualität bedienen kann."

Richtig, aber genau hier haben wir ein Problem.

Die Menschen sollen länger arbeiten, die Schulen vergammeln, die Städte haben kein Geld für Soziales wie z.Bsp. Schwimmbäder und Theater. Das geht endlos so weiter. Wir haben schon ein Problem durch die Altschulden. Der Zinsdienst aus der Vergangenheit erfordert ein Budget was für alle die Lebensqualität mindert. Also jetzt die Altlasten abbauen und keine weiteren Anhäufen.
Wenn statt für Zinsen die Gelder wieder für den Sozialstaat verwendet werden können, geht es uns allen besser. Also lasst in Zeiten der sprudelnden Geldquellen den Schäuble sparen, um für die Zukunft wieder besser aufgestellt zu sein.
Panther
elfigy,
"Schulden" welch garstig Wort.
Zahlungsverpflichtung.
DerDoofe
Die 'Schwarze Null' ist schlicht eine Lüge, da sie den schlicht denkenden Bürgern - also der absoluten Mehrheit - einen ausgeglichenen Haushalt vortäuschen soll. Nach allen Gesetzen, die für die freie Wirtschaft gelten, ist der Staat schlichtweg pleite. Wer die Bezüge der Bediensteten nur noch mit regelmäßigen Kreditaufnahmen finanzieren kann, und dann kein Geld mehr hat, um den Betrieb aufrecht zu erhalten, begeht nach geltendem Recht Konkursverschleppung. Da sich der Staat jedoch ungestraft am Geld seiner Bürger vergreifen darf, kann er bis zum letzten Cent weiterwurschteln. Und die Bundesfinanzminister bekommen spätestens am Ende ihrer Dienstzeit das Riesen-Bundes-Verdienstkreuz an der Goldkette mit Schwertern und Brillanten.

Wir sind alle ein bisschen Griechenland ...

Panther, der Euphemismus, den du suchst, lautet Verbindlichkeiten.
DerDoofe
Es hat den Anschein, dass heute mein einfacher Tag ist ...
elfigy
Selten so ein blabla gelesen wie deinen Beitrag hier @der Doofe. Typisches Nachplappern diverser unseriöser Internetseiten.
DerDoofe
Es wirkt ...
elfigy
Denkste @der Doofe. Ich hab nur null Bock inhaltlich auf deinen Quatsch einzugehen. Dann wäre es dir ja gelungen, meine Zeit zu stehlen.
Da guck ich lieber auf den Lago runter und zähl die Segelschiffe
StechusKaktus
Interessante und vielschichtige Frage. Generell symbolisiert die schwarze Null die sog. Austeritätspolitik und wird in den meisten Veröffentlichungen abwertend genannt. Dahinter sthet dann der Glaube, man müsse nur mehr Geld ausgeben und schon entstehe Wirtschaftswachstum. Um den vermeintlich wissenschaftlichen Hintergrund zu liefern, wird in diesem Zusammenhang gerne auf Keynes mit seiner Theorie des deficit spending, die heute für jeden Quatsch herhalten muss, zurückgegriffen.
Ich halte es mit elfigy: die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor. Das Problem liegt also auf der Ausgabenseite. Und wenn ich mir die letzten teuren Projekte ohne sinnvolle Steuerungwirkung ansehe (Rente mit 63, Elterngeld, Müttergeld), kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass heute das vorhandene Geld sinnlos verprasst wird.
Die schwarze Null heute ist eigentlich zu wenig, weil in solchen Zeiten Darlehen reduziert gehören. Sie ist in jedem Fall wichtig, um dem EURO wenigstens einen Hauch von Stabilität zu verleihen. Mal sehen wie lange noch, denn die Südlander Italien, Spanien und Frankreich üben sich im Verprassen...
StechusKaktus
Interessante und vielschichtige Frage. Generell symbolisiert die schwarze Null die sog. Austeritätspolitik und wird in den meisten Veröffentlichungen abwertend genannt. Dahinter sthet dann der Glaube, man müsse nur mehr Geld ausgeben und schon entstehe Wirtschaftswachstum. Um den vermeintlich wissenschaftlichen Hintergrund zu liefern, wird in diesem Zusammenhang gerne auf Keynes mit seiner Theorie des deficit spending, die heute für jeden Quatsch herhalten muss, zurückgegriffen.
Ich halte es mit elfigy: die Steuereinnahmen sprudeln wie nie zuvor. Das Problem liegt also auf der Ausgabenseite. Und wenn ich mir die letzten teuren Projekte ohne sinnvolle Steuerungwirkung ansehe (Rente mit 63, Elterngeld, Müttergeld), kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass heute das vorhandene Geld sinnlos verprasst wird.
Die schwarze Null heute ist eigentlich zu wenig, weil in solchen Zeiten Darlehen reduziert gehören. Sie ist in jedem Fall wichtig, um dem EURO wenigstens einen Hauch von Stabilität zu verleihen. Mal sehen wie lange noch, denn die Südlander Italien, Spanien und Frankreich üben sich im Verprassen...
Panther
Die schwarze Null?
Wird in den USA einfach erschossen.