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Noch Fragen?

Frage Nummer 3000039826 Gast

Wie lange darf ein Schulpraktikum dauern?

Hallo, ich mach ein schülerpraktikum in einem Autohaus und ich muss dort von 7:45 - 17:00 arbeiten. Mit 1 Stunde Mittagspause und 15 min Pause. Darf ich so lange arbeiten? PS: Ich bin 13 Jahre alt.
Antworten (20)
Gast
Zitat aus Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG):

Es gilt das Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG). Danach darf die Dauer der täglichen Arbeitszeit acht Stunden, in der Woche40 Stunden nicht überschreiten (§ 8JArbSchG). Aber es gelten alters bezogene Sonderregeln:

+ Schüler unter 15 Jahren dürfen höchstens sieben Stunden täglich und insgesamt nur 35 Stunden pro Woche beschäftigt werden.
+ Jugendliche über 15 Jahren dürfen höchsten acht Stunden täglich oder 8,5 Stunden bei entsprechendem Ausgleich an anderen Wochentagen und insgesamt nur 40 Stunden pro Woche im Praktikum arbeiten.
+ Ruhepausen von mindestens 30 Minuten (bei 4 ½ bis 6 Stunden Arbeitszeit) und 60 Minuten (bei über 6 Stunden Arbeitszeit) müssen festgelegt sein. Ohne Pause darf nicht länger als 4 ½ Stunden gearbeitet werden.
rayer
Hab gerade auf die Straße gesehen, da läuft ein Junge etwa 6 - 8 Jahre alt mit einem riesigen Plastiksack rum und sammelt PET-Flaschen. Gibt ca. 1 Cent pro Kilo. Hatte den schon heute morgen um 7:00 Uhr gesehen, gleich ist es Mitternacht, denke der sollte mal eine Pause machen.
Amos
Er bekommt 15 oder 25 Cent pro Flasche. Nicht 1 Cent pro Kilo.
rayer
Herzallerliebster Amos. Der Junge ist klein und dunkelhäutig, trägt Badelatschen und hat in seinem Leben noch nie etwas von Pfandflasche gehört. Vermutlich kennt er Pfandhaus, das war es dann aber.
machine
Das ist nicht richtig, Amos. PET - Flaschen, welche nicht unter die Pfandverordnung fallen, werden von manchen Recycling - Firmen nach Gewicht angenommen und vergütet.
Amos
Mir war nicht klar, daß Du in der Dritten Welt lebst, Sorry!
rayer
Temporär, immer mal wieder. Das schärft den Blick und auch den Verstand. Würde Dir auch mal gut tun.
Amos
Zur Klarstellung: meine PET-Flaschen kommen bei EDEKA, Rewe, Lidl oder sonstwo in einen Rücknahmeautomat. Dann gibt es ein Scheinchen, das an der Kasse eingelöst wird.

Ich beobachtete mal einen Mann, der die leeren Flaschen an einem Bindfaden wieder rauszog und seine Kasse damit auffüllte.
ing793
zu vermuten wäre, dass das die Standardarbeitszeiten des Betriebes sind. Theoretisch ist das 1h zu lang.
Andererseits: für zwei Wochen erscheint mir das irgendwie erträglich, man kann da einiges lernen (u.a., dass es nicht gut ankommt, Sonderregelungen haben zu wollen, selbst wenn sie einem theoretisch zustehen)
Musca
Lieber Schüler, lies Dir die Antworten von Caro und Ing. durch, und vergesse den Rest dazwischen. Ich finde es peinlich einem 13-Jährigem keine vernünftige Antworten zu geben. Falls Dir die Arbeitszeiten Probleme machen, wende Dich an Deinen Klassen- oder Vertrauenslehrer.
rayer
@Musca
Auch wenn es nur reine Spekulation sein mag, ich halte es für eine Fake Frage. Wir hatten vor 2 Jahren und letztes Jahr jeweils eines unserer Kinder im Praktikum. Die Schule hat sich eine Bestätigung des Betriebes geholt und die Versicherung für die Kinder muss über die Schule laufen. Es wurde den Betrieben explizit die Regeln genannt und auch was für eine Strafe bei Missachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen auferlegt wird. Ich kann mir kaum vorstellen ein Betrieb in Deutschland leistet sich einen Verstoß.
Musca
@rayer: mag sein , das es ein Fake ist. Den Bezug zu Pfandflaschen sehe ich dennoch nicht.
Gast
rayer - """Ich kann mir kaum vorstellen ein Betrieb in Deutschland leistet sich einen Verstoß.""""
Da kann ich mir schon einiges vorstellen. Meine Vorstellung, daß ein Dreizehnjähriger den Stern liest ist da viel wager.
moonlady123456
Caro, Du hast recht.
Schüler mit 13 lesen nicht den Stern.
Der moonmusca wünschte sich mit 14 ein Spiegel-Abo, ein Wunsch, den er natürlich erfüllt bekam.
rayer
Auch da kann ich antworten. Mich haben die Aussagen: "ich muss dort von 7:45 - 17:00 arbeiten, Darf ich so lange arbeiten" gestört. Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, was Kinderarbeit bedeutet. Das Schlimmste an der ganzen Sache, es ist nicht zu verhindern, da der Rest der Familie auf die paar Kröten angewiesen ist.
Zur Arbeit in einem deutschen Praktikum.
Keines meiner Kinder hat gearbeitet. Die Betriebe, meinetwegen eine Ausnahme, haben sich ausgiebig auf ihre Praktikanten vorbereitet. Es wurde jede Menge rund um den Job erklärt und gezeigt, die Kinder durften aus vorgefertigten Teilen ein Andenken zusammenbasteln und von Arbeit keine Spur. Das eine war ein Elektrobetrieb und der andere Feinoptik. Beide Kinder hatten mir den Eindruck gemacht, es war ein großer Spaß und mein Junge fängt jetzt eine Ausbildung bei seinem Betrieb an. Die Betriebe die so etwas anbieten suchen händeringend Auszubildende die werden einen Teufel tun sich das zu versauen. Abgesehen davon investiert ein Betrieb eine Menge Geld um so sein Praktikum durchzuziehen, da ist kein Platz die Kinder auszubeuten schon gar nicht einen Profit zu erzielen durch die geleistete "Arbeit".
Gast
moonlady123456 - anläßlich einer vor Kurzem geführten Diskusion zwecks Nick, Multinicks usw. dachte ich bei einer Besucherin bei Lanz -Victoria Schwartz Autorin - daran zurück.

Der Buchtitel: Wie meine Internet-Liebe zum Albtraum wurde - es geht um Fake und Multifake im Internet
rayer
moony
Auch ich kann das bestätigen. Hatte die Tage mit meinem Sohn an dessen Rechner ein Schreiben verfasst und als er ins Internet ging, war der Stern als einer seiner Favoriten markiert. Es hat mir die Sprache verschlagen, da ich eigentlich damit als Letztes gerechnet hätte.
Gast
rayer - schon gar nicht einen Profit zu erzielen durch die geleistete "Arbeit"

es gibt aber auch noch genug Firmen, welche die Kinder/Jugendlichen als Kaffeekocher, Kopierer usw. beschäftigen.
Selbst bezahlte Praktikanten werden so verheizt.
rayer
caro
Du kannst mich. Du hast recht und ich meine Ruhe.
rudixxx
Das sagt der Gesetzgeber:
"Die Beschäftigung von Kindern ist grundsätzlich verboten.

Es gibt allerdings einige Ausnahmen. So dürfen Kinder die in der Kinderarbeitsschutzverordnung genannten Tätigkeiten übernehmen, so z.B. Zeitung austragen oder Tätigkeiten bei Veranstaltungen von Vereinen/Parteien ausüben.

Die Beschäftigung muss leicht und für Kinder geeignet sein. Erlaubt ist eine Beschäftigung nur werktags zwischen 8-18 Uhr. Sie darf nicht vor dem Unterricht oder während der Schulzeit stattfinden. Länger als zwei Stunden täglich dürfen Kinder nicht arbeiten. Die Arbeit darf sich nicht negativ auf die schulischen Leistungen auswirken.

Das Verbot der Beschäftigung während der Vollzeitschulpflicht gilt nicht im Rahmen eines Schülerbetriebspraktikums. Das Praktikum ist eine Schulveranstaltung und soll Schülerinnen und Schülern Einsichten in das Arbeits- und Berufsleben vermitteln und ihnen eventuell die Berufswahl erleichtern."