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Delchen13

Wieso müssen sich "Opferbetroffene" als Erwachsene "seelisch ausziehen" damit sie verstanden werden?

Ein altes Muster in den Medien, dass mir immer wieder auffällt und so eine Integration von Opferbetroffenen verhindert, erschwert.
Machtgefüge verschoben.
Normales wie Grenzen setzen und wahren, werden nur erschwert erlernt und ausgeführt.
Aufgabe der Intimsphäre der Betroffenen....
Frage Nummer 49057

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Antworten (8)
rayer
Nun muss ich ehrlich sagen, ein bisschen seelisches Ausziehen wäre schon hilfreich. Die Frage hat da etwas Bedarf in der Erklärung: Opfer von was? Welches Machtgefüge?
wiki01
Ich hatte schon befürchtet, dass ich der einzige bin, der dieses "Statement" nicht versteht.
hphersel
Ich vermute, diese Frage hängt mit dem Thema der gestrigen Stern-Tv-Sendung zusammen, genau wie die Fragen zum Thema Homosexualität und Kirche. Daher kann ich erahnen, was gemeint sein könnte, aber der Begriff "Opferbetroffene" ist irgendwie komisch...
Tatsache ist aber, dass die meisten Opfer dann, wenn sie zur Polizei gehen, sich bei den Vernehmungen so fühlen, als würden sie erneut traumatisiert. Sie werden oft als unglaubwürdig dargestellt, der Anwalt des Täters (oder der Täter selbst) behauptet, das Opfer habe ja freiwillig mitgemacht etc - und das Opfer muss sich erneut wehren, was oft einfach nicht oder nur sehr schwer möglich ist.
rayer
@hphersel
Das ist ja schön und gut, vernünftiger ist für meine Begriffe, dass man die Frage mal in eine Form bringt, die andere auch verstehen. Wie ich sehe, gibt es ein paar die gerne irgendetwas Vernünftiges äußern würden, was ja hier selten genug ist, aber mit Fragmenten stößt man dann an seine Grenzen.
Delchen13
Es geht nicht um ein fühlen, dass man nochmals angegangen wird, sondern es findet oft eine "Retraumatisierung" statt, die das Leben der Opferbetroffenen ein zig mal nach der Traumatisierung auf den Kopf stellt. Am bekanntesten sind Opferbetroffene sexueller Gewalt, deren Folgen ein Leben lang nachwirken.

Im Innern der Betroffenen finden Prozesse statt für die es anfangs weder Worte - noch Gefühle gibt, da es dermassen viel ist.
Opfer zu sein, schliesst aus und sich erklären zu müssen, schwächt nochmals, was viele vergessen. Denn die Selbstachtung und Würde müssen sich die Betroffenen zurückholen durch therapeutische Prozesse - also nochmals durch die Traumas gehen, durch die Gefühle und Aengste, denen sich ein Gesunder nie freiwillig stellen würde, für den Betroffenen aber lebenswichtig durchgearbeitet werden müssen, damit er sich befreien kann....
Meine Frage gilt der Aufkärung dieser Unbegreiflichkeit und dem Anliegen und Wunsch für mehr Empathie für die Betroffenen. Danke
rayer
Danke schön. Jetzt habe ich zwar das Anliegen verstanden, allerdings, wie es ohne ein Öffnen der Psyche gegenüber einem Therapeuten gehen soll, erschließt sich mir nicht. Die Medien finde ich eigentlich als Hilfsmittel um die Betroffenen zu verstehen und mich als Zuschauer zu sensibilisieren. Warum ein Mensch sich öffentlich erklärt, muss jeder wohl für sich entscheiden. Von außen habe ich eigentlich den Eindruck, wenn es sich um seriöse Medien handelt, ist der Betroffene schon sehr sensibel behandelt oder befragt worden. Möglicherweise hilft so ein Gang an die Öffentlichkeit die Sache zu verarbeiten. Ob das dann wirklich so ist, muss wohl auch jedem Betroffenen überlassen werden.
Pibella
Hei Dection Whan Rebutervies, nu?
JaqueLois
Zum Glück gibt es auch hier immer wieder positive Beiträge. Für die freue ich mich immer am Meisten. Das macht Hoffnung!
Wir dürfen nicht aufgeben und nicht "den Sand in den Kopf stecken" (wie Loddar gesagt hat) auf der depressiven Suche nach der Extrawurst im Apfelmus.