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Noch Fragen?

Frage Nummer 75046 Gast

-wird man verurteilt wenn man in Privatinsolvenz geht und Besitz( Eigentumswohnung)im Ausland hat ?

Weibl. Person, einige Kinder, meldet Privatinsolvenz an, hat aber Besitztum ( Eigentumswohnung in den Niederlanden ) im Ausland. Kann Sie nach Ablauf der Privatinsolvenz rechtlich belangt werden ??
Antworten (3)
bh_roth
Weshalb sollte sie verurteilt werden? Wenn es sich nicht gerade um die Anschaffung einer
Immobilie handelt, die im zeitlchen Zusammenhang steht mit der Privatinsolvenz, kann sie das locker sehen. Hat sie jedoch zeitnah zur Insolvenz Geld ins Ausland geschafft, um es vor den Gläubigern zu retten, gibt es sicher ein Gesetz, dies zu bestrafen.Und was zeitnah ist, wird ein Richter entscheiden.
ing793
Voraussetzung für ein Privatinsolvenzverfahren, bei dem man am Ende schuldenfrei wird, ist das totale Bemühen, soviel von seinen Schulden wie möglich zu zahlen.
An welcher Stelle verschwiegener Besitz im Ausland in das Verfahren eingreift (fehlende Voraussetzung, fehlendes Wohlverhalten oder was auch immer), kann ich nicht sagen.
Aber: stellt sich nach Ablauf der Privatinsolvenz heraus, dass der/die Betreffende gegen die Vorgaben des Verfahrens verstoßen haben, dann ist das Verfahren höchstwahrscheinlich (ich würde das zwingend erwarten) unwirksam, die Schulden sind wieder da und die sechs oder sieben Jahre waren für die Katz.
Ob noch ein strafrechtliches Verfahren dazu kommen kann, weiß ich nicht. Aber die zivilrechtlichen Komponenten würden mir reichen.
starmax
Das Verschweigen von Immobilienvermögen ist strafbar und wird sofort nach Kenntnisnahme verfolgt, nicht erst nach Ablauf des Verfahrens.