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England Vater ertrinkt, nachdem er seine Stieftochter aus Fluss gerettet hat

Ein 27-Jähriger ist in einem Fluss bei Plymouth in England ertrunken.
Ein 27-Jähriger ist in einem Fluss bei Plymouth in England ertrunken. Jede Hilfe kam zu spät (Symbolbild)
© Chalabala / Getty Images
Ein 27-Jähriger ist in einem Fluss bei Plymouth in England ertrunken. Der Mann war in den Fluss gesprungen, um seine einjährige Stieftochter vor der Ertrinken zu retten. Er brachte sie sicher an Land, dann ertrank er selbst.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf RTL.de.

Der 27-jährige Reza konnte nicht schwimmen. Doch als seine 19 Monate alte Stieftochter plötzlich in den Fluss Erme bei Plymouth in England fällt, zögert er keine Sekunde und springt hinterher. Er rettet das kleine Mädchen und bringt es sicher an Land, er selbst schafft es aus bislang ungeklärter Ursache nicht mehr aus dem Fluss. Die Polizei holt seine Leiche wenig später aus dem Wasser. Angehörige, Freunde und Arbeitskollegen starten nun eine landesweite Spendenaktion für den Helden.

England: Er zog seine Stieftochter an Land und rettete ihr das Leben

"Hilf Reza nach Hause zu kommen, damit er dort begraben werden kann", steht in der Beschreibung einer Spendenaktion auf der Plattform "gofundme.com". Eine seiner Bekannten richtete die Seite auf Bitten seiner Freundin und seines besten Freundes ein. Man wolle mit dem Geld die Kosten für die Überführung des Leichnams nach Shiraz in den Iran und für die Beisetzung decken, heißt es dort. Innerhalb von 12 Stunden kamen umgerechnet rund 3.100 Euro zusammen.

Die schreckliche Tragödie geschah laut der britischen "The Sun" am Dienstagabend im südwestenglischen Ivybridge. Reza war offenbar gegen 19 Uhr mit seiner kleinen Stieftochter spazieren, als sie plötzlich in den Fluss geriet. Der 27-jährige Nichtschwimmer sprang ihr sofort nach und holte das 19 Monate alte Kind aus dem Wasser. Er selbst konnte sich aus bislang ungeklärter Ursache nicht aus dem Fluss retten. Rettungskräfte fanden seine Leiche kurz darauf im Wasser. Das kleine Mädchen wurde in ein Krankenhaus gebracht, es blieb Berichten zufolge unverletzt.

Freunde und Angehörige sammeln Spenden für Reza

"Das zeigt, wie selbstlos Reza war, und das hat er uns jeden Tag bewiesen. Er hinterlässt seine Freundin und sein 19 Monate altes Mädchen sowie viele Freunde und Kollegen, die ihn alle als Familie betrachteten", heißt es auf der Spendenseite. Seine Freundin Kaylie habe auf "tragische Weise ihren Seelenverwandten verloren."

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RTL.de/mor

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