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stern-reportage

Kriminalität: Nachts im Tiergarten - Besuch einer Halbwelt im Herzen der Macht

Mitten in Berlin, nur ein paar Hundert Meter vom Kanzleramt entfernt, regieren Drogenhandel, Prostitution und Gewalt. Einblick in einen Brennpunkt, der die Schlagzeilen bestimmt.

Drogen, Prostitution, Gewalt – Unterwegs in Berlin Tiergarten

Blick von der Siegessäule: Nach der Dämmerung meiden viele Berliner ihren größten Park. Im September wurde dort eine Frau erdrosselt

Zwanzig Euro? Für ein Mal Sex? Nee, nee, sagt er, zehn wären okay, vielleicht fünfzehn, wenn der Junge sich Zeit nimmt. Aber mehr nicht. Mehr kostet es nie. Dann kommt er lieber morgen wieder.

In Berlin ist es dunkel und kühl geworden an diesem Montagabend, ab und zu nieselt es. Peter Rechlitz,* ein kleiner runder Mann mit Halbglatze, steht trotzdem an einem der dunkelsten Orte der Stadt: im Tiergarten.

Gleich hinter dem Brandenburger Tor beginnen seine Wege. An einer Seite liegt das Kanzleramt, an der anderen der Bahnhof Zoo, mittendrin die Siegessäule und Schloss Bellevue, der Amtssitz des Bundespräsidenten, 200 Hektar herrschaftlich angelegtes Grün, früher dem Adel für die Jagd vorbehalten, heute Gelände für grillende Großclans und lustwandelnde Rentner, Spießer und Verlorene, Stricher und Freier. Rechlitz sagt, er komme regelmäßig, um sich Sex zu kaufen. Viele tun das, die meisten älter, manche auch sehr jung.

Sie laufen die Wege auf und ab vor diesem einen Toilettenhäuschen, vor dem die Stricher stehen und die Erde Matsch ist und es nach Klostein und Pisse riecht und im Gebüsch die unendlich vielen benutzten Kondome vergammeln.

Gewalt. Dreck. Elend. Angst. Mitten in Berlin

Die Stricher erkennt man daran, dass sie eine Hand in der Hosentasche tragen. Heute ist nicht so viel los, nur fünf, sechs Jungs sind da. Von dem einen wurde Rechlitz angesprochen, aber zwanzig Euro? Nee, wirklich nicht. "Dafür bekommt man auch einen Deutschen", sagt er, "oder wenigstens einen, der nicht zugedröhnt ist."

Die Jungs, die hier ihren Körper anbieten, sind oft Flüchtlinge. Die meisten obdachlos und drogensüchtig. "Da muss ein Zehner reichen, oder?"

Der Tiergarten ist der größte Landschaftspark Berlins, mitten im Herzen der Republik. Er ist zum Symbol geworden für einen Staat, der überfordert scheint. Ein Symbol für Behördenversagen. Für unbewältigte Folgen der Flüchtlingskrise. Für Wegschauen und Schönreden. Prostitution. Obdachlosigkeit. Gewalt. Dreck. Elend. Angst.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamts trauen sich kaum noch in den Park, weil sie von aggressiven Obdachlosen aus Osteuropa angegriffen werden. Das Grünflächenamt ist nur noch damit beschäftigt, benutzte Spritzen und Kondome wegzuräumen. In den Büschen haben Männer Sex, tags wie nachts, für Geld und für umsonst. Alle paar Tage werden Zeltlager von Obdachlosen geräumt, keine drei Tage später sieht alles aus wie immer. Vor Kurzem wurde hier eine Frau ermordet, mutmaßlich von einem jungen Tschetschenen, der nach einer Haftstrafe eigentlich abgeschoben werden sollte. Die Behörden hatten offenbar darauf verzichtet, weil er noch nicht volljährig war, jedenfalls behauptete er das. Kurz danach: der Mord. Der Täter erbeutete 50 Euro und ein Handy. Die Frau ließ er im Gebüsch liegen.

Treffpunkt Toilettenhäuschen: Freier warten auf junge Männer, die meist aus dem Iran oder Afghanistan stammen

Treffpunkt Toilettenhäuschen: Freier warten auf junge Männer, die meist aus dem Iran oder Afghanistan stammen

Wer hier joggen geht, nimmt inzwischen lieber Pfefferspray mit. Die meisten kommen spätestens ab Einbruch der Dämmerung nicht mehr her. Die Berliner sehen all die Dinge, die im Tiergarten vor sich gehen, und sie hören, wie die Polizei auf den Bezirk verweist und der Bezirk auf das Land und wie sich am Ende niemand zuständig fühlt und alles nur schlimmer wird.

Einer der Jungs, auf die Männer wie Rechlitz ein Auge werfen, sitzt an einem Dienstagabend auf einer Bank der U-Bahn-Station Hansaplatz, direkt am Tiergarten. Jawid.* Ein paar Minuten zuvor lief er noch vor dem Toilettenhäuschen auf und ab, rastlos, aggressiv. Dann verschwand er mit einem Freund in dem Häuschen, man hörte, wie die beiden sich auf Persisch unterhielten. Dann wurde es still. Nach einiger Zeit kamen sie mit glasigem Blick wieder heraus.

Sie schämen sich. Sie haben Angst

Sie hatten Crystal Meth geraucht. Eine Droge, die aufputscht und schwer abhängig macht. Jawids Freund verschwand anschließend mit einem Freier zwischen den Bäumen. Jawid kotzte in einen Busch. Dann ging er zur U-Bahn, weil es unten am Gleis wärmer ist als oben im Wind.

Jetzt hockt er in Jogginghose auf der Bank, ein hübscher junger Mann, der an seinem kaputten Handy herumfummelt und erzählt, wie er nach Deutschland kam. Er sei ein junger Afghane, der im Iran lebte und dort in einer Druckerei arbeitete, wo er mit Freunden Etiketten von ausländischen Alkoholmarken fälschte und auf Fusel klebte. Im Iran ist das eine schwere Straftat. Irgendwann gab es Ärger zwischen Jawid und den anderen, eine Messerstecherei, Jawid haute lieber ab. Er landete in Berlin, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, vor genau zwei Jahren. So jedenfalls geht seine Geschichte.

Im Iran hatte er Gras geraucht, aber erst hier fing er mit härterem Zeug an: Crystal. Aus Langeweile, sagt er. Was solle er denn machen? Arbeiten dürfe er ja nicht.

Zeltlager: Dennis (r.) und andere Obdachlose campieren am Bahndamm

Zeltlager: Dennis (r.) und andere Obdachlose campieren am Bahndamm

Er sagt, er selbst würde sich nicht prostituieren, nur die anderen aus seiner Clique. Ein Satz, den man bei den Jungs häufig hört. Sie schämen sich. Sie haben Angst. Da, wo Jawid herkommt, droht Homo sexuellen die Todesstrafe.

Es ist schwer zu sagen, wie viele Flüchtlinge sich im Tiergarten prostituieren. Jungs kommen, Jungs gehen, 25 bis 50 Personen sollen es sein, schätzen Hilfsorganisationen. Afghanen, Iraner, aber auch Rumänen und Bulgaren. Die Osteuropäer stehen woanders, nicht an dem Toilettenhäuschen. Kleine Grüppchen, die nur untereinander zusammenhalten.

Viele konsumieren Crystal, viele nehmen Heroin, manche trinken, andere kiffen. Auf Drogen sind sie alle irgendwie. Jawid erzählt, er rauche Crystal nur, er spritze es nicht. Das sei ein großer Unterschied. Spritzen wirke stärker und mache abhängiger. Nur die ganz Kaputten spritzen.

Wo er das Geld für Crystal herhat? Er habe eben so seine Möglichkeiten, sagt er. Er will darüber nicht reden.

"Viele Flüchtlinge kennen einfach ihre Rechte nicht"

Bei Jawid und den anderen am Toilettenhäuschen steht oft ein Deutscher. Großer Kerl, gepflegter Auftritt. Sie nennen ihn Hansi. Hansi hat immer Kippen dabei, und er macht Witzchen mit den Jungs. Wenn man mit Hansi reden will, geht er weg.

Jawid erzählt, dass Hansi eine Art Zuhälter sei. Er lasse den einen oder anderen Jungen bei sich wohnen, kaufe ihnen ab und zu Klamotten und habe mit ihnen Sex.

Diana Henniges ist darüber nicht erstaunt. Sie sagt, das sei üblich. Henniges hat den Verein "Moabit hilft!" mitgegründet, er unterstützt Flüchtlinge. Sie kennt viele der Jungs, die sich im Tiergarten und anderswo prostituieren. Henniges sitzt in einem Café in Moabit, einem Viertel, das direkt an den Tiergarten grenzt. Sie kam eine halbe Stunde zu spät zu dem Gespräch, ein Treffen von Hilfsorganisationen, die im Tiergarten aktiv sind, dauerte länger. Es gab so viel zu bereden.

Sie erzählt, dass es in Berlin viele Männer gebe, die Flüchtlinge bei sich wohnen ließen und sich als eine Art Lustjungen hielten, für Kost und Logis. Einige von ihnen hätten so große Wohnungen, dass sie gleich mehrere aufnähmen, die sie dann anschaffen schickten.

Rausch: Ein Kleindealer raucht eine Kugel Heroin. Viele sind auch abhängig von Crystal Meth. Die ganz Kaputten jagen es sich mit Spritzen in den Körper

Rausch: Ein Kleindealer raucht eine Kugel Heroin. Viele sind auch abhängig von Crystal Meth. Die ganz Kaputten jagen es sich mit Spritzen in den Körper

"Viele Flüchtlinge kennen einfach ihre Rechte nicht", sagt Henniges. Sie wüssten nicht, dass ihnen Unterkunft zustünde und rechtlicher Schutz, wenn ihr Asylbescheid abgelehnt wird. Weil sie nicht wüssten, wo sie Hilfe finden, wählten sie den letzten Ausweg. Nach dem ersten Freier trichterten ihnen die vermeintlichen Helfer ein, dass Prostitution eine Straftat sei und sie abgeschoben würden, wenn sie sich Hilfe holten. Die Abhängigkeit beginnt. Die Zahl der Flüchtlinge, die sich prostituieren, steige seit Monaten, sagt Henniges.

Angst. Chaos. Sucht. Druck. Reinrutschen. Nicht mehr rausfinden. Es ist eine Abwärtsspirale, in der sich diese Jungs verloren haben. Im Tiergarten ergeht es vielen so.

An einem kühlen Dienstagmorgen schält sich Dennis aus seinem Zelt. Er zieht die Kapuze über den rasierten Schädel. Der Dampf der Nacht hängt noch in der Luft. Dennis schaut sich um, dann sagt er: "Ey, wir wurden ja immer noch nicht geräumt?!"

Eine Mitarbeiterin berichtete, wie sie von einem Obdachlosen mit Urin bespritzt wurde

Dennis ist obdachlos. Er wohnt in einem kleinen Zeltdorf, direkt am Schleusenweg, unterhalb einer S-Bahn-Trasse – genau dort, wo im September der Mord geschah. Dieser Ort ist zum Obdachlossein perfekt, weil sich in der Umgebung viele Touristen tummeln. Touristen heißt Pfand, und Pfand heißt Geld. Außerdem ist gleich am Bahnhof Zoo die Bahnhofsmission, wo Obdachlose duschen können. Seit Tagen hält sich aber das Gerücht, dass das Ordnungsamt die Zelte räumen will. Das Gerücht macht Dennis nervös. Es hat seinen Ursprung in einem kargen Beamtenbüro, genauer gesagt: Es zog los vom Schreibtisch des Bürgermeisters von Berlin-Mitte.

Stephan von Dassel hat die zweifelhafte Ehre, den Tiergarten zu seinem Bezirk zu zählen. Dass nun so ausgiebig über den Park gesprochen wird, liegt an ihm. Oder vielmehr: an seinen Mitarbeitern.

Seit einem Jahr ist er im Amt, in seinem Büro stehen aber immer noch unausgepackte Kartons herum. Dassel wirkt ein bisschen durchgeschüttelt. Die vergangenen Wochen waren turbulent. Er hatte bei einem Pressetermin gesagt, die Situation im Tiergarten sei außer Kontrolle, und zwar so sehr, dass man über Abschiebungen von osteuropäischen Obdachlosen nachdenken müsse. Das war bemerkenswert. Nicht nur, weil die Freizügigkeit innerhalb der EU auch für Obdachlose gilt, sie also gar nicht abgeschoben werden können. Sondern auch, weil Dassel ein Grüner ist. Entsprechend harsch fielen die Reaktionen im rot-rot-grün regierten Berlin aus. Abschiebungen? Wie kann der nur! Ein Shitstorm von links zog über Dassel hinweg.

Schnelle Nummer im Gebüsch: Zehn, zwanzig Euro zahlen die Freier für Oralsex

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Seiner Einlassung vorausgegangen war Dassels Idee mit dem anonymen Briefkasten. Den hatte er für seine Mitarbeiter einrichten lassen, um mal zu hören, was ihnen so auf dem Herzen liegt. Dassel wird immer noch wütend, wenn er erzählt, was er zu lesen bekam. Es war, als träten plötzlich giftige Dämpfe aus, jahrelang angestauter Frust und pure Verzweiflung.

Eine Mitarbeiterin berichtete, wie sie von einem Obdachlosen mit Urin bespritzt worden war, als sie dessen illegales Zeltlager räumen wollte. Sie ging daraufhin zum Amtsarzt, der sagte: "Nehmen Sie es nicht persönlich. Der Mann meinte nicht Sie, der meinte die Uniform."

Aber die Uniform, erklärte die Frau dem Bürgermeister, die habe nicht am Abend weinend zu Hause gesessen und tagelang nichts essen können vor Ekel. Eine andere Mitarbeiterin schrieb: "Herr von Dassel, so können wir nicht mehr arbeiten, das hält niemand aus!"

Das Wort "Abschiebungen" hätte er vielleicht besser nicht benutzt

Dassel schüttelt den Kopf. Es sei fast immer um Obdachlose aus Osteuropa gegangen. Das Wort "Abschiebungen" hätte er vielleicht besser nicht benutzt, räumt er ein. "Andererseits, wenn ich gesagt hätte, wir müssen in Einzelfällen, gegebenenfalls, in Würde, auch mal abwägen, ob vielleicht ..., dann wäre die Aufmerksamkeit niemals so groß geworden."

Dassel sagt, seine Mitarbeiter seien alle Kinder der Großstadt. Die mähen das Gras auch mal um einen Besoffenen herum. Wenn ein paar Schwule Sex im Park haben, mein Gott, das hier sei eben Berlin. "Womit die Mitarbeiter aber ein Problem haben, ist die Aggressivität, die ihnen im Park inzwischen entgegenschlägt. Die geht vor allem von Wohnungslosen aus Osteuropa aus, teilweise auch von den Geflüchteten, die im Park leben und sich prostituieren." Da helfe kein Drumherumreden. "Wir müssen die Frage stellen: Was machen wir mit diesen Menschen?"

Ja, was?

Dennis dreht sich im Tiergarten eine Kippe. Dann noch eine. Dann noch eine. Er ist nervös. Wegen der Gerüchte. An der rechten Hand hat er ein kleines Tattoo, ein N, wie Natalie, der Name seiner besten Freundin. Suizid mit zwölf, danach wollte Dennis von einer Brücke springen. Er erzählt das so nebenbei wie alle seine Geschichten. Geschichten des Scheiterns. Erst war seine Mutter überfordert, dann waren es die Pflegeeltern, dann die Betreuer im Heim. Statt in die Ausbildung kam Dennis direkt nach der Schule in Haft. Sieben Jahre Jugendstrafe wegen Totschlags. Über die Tat will er nicht reden. "Erst kamen die anderen und dann kam ich selbst nicht mehr mit mir klar", sagt er.

Übelkeit: Von den Drogen dröhnt den jungen Männern der Kopf

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Bei Dennis und seinen Kumpeln sieht es aus wie auf dem Zeltplatz eines Musikfestivals. Aus umgedrehten Bierkästen haben sie sich einen Tisch gebaut, irgendwo haben sie ein paar Liegestühle "organisiert", wie Dennis das nennt.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamts unterscheiden zwischen netten und aggressiven Obdachlosen. Dennis gehört zu den netten: Sie sammeln ihren Müll, sind freundlich zu den Ordnungskräften, fegen die Wege vor ihren Zelten.

Die aggressiven liegen nur ein paar Meter weiter. Die sprechen kein Deutsch. Die haben überhaupt keine Struktur mehr. Die scheißen sich in die Hose und laufen damit zwei Tage herum. So reden sie hier über die. Zu denen traut sich nicht mal Dennis. "Die sind echt asozial", sagt er. "Die ticken wegen jeder Kleinigkeit komplett aus. Da willst du nicht dazwischengeraten." Früher, ohne sie, sei es im Tiergarten viel schöner gewesen.

"Von mir aus sollen die den Tiergarten räumen!"

Zwischen 3000 und 6000 Obdachlose leben in Berlin. Wie viele aus dem Ausland stammen, weiß niemand. Sie werden nicht zentral erfasst. Sicher ist, dass es mehr werden. Und sicher ist auch: Solange es so große Armut dort und so großen Reichtum hier gibt, werden weitere kommen.

Helferin im Stress: Diana Henniges

Helferin im Stress: Diana Henniges

Vor einigen Tagen wurde das Zeltlager von Dennis und seinen Kumpeln tatsächlich geräumt. Früh am Morgen stand eine Mitarbeiterin des Ordnungsamts da und sagte: "Gehen Sie doch einfach nach Charlottenburg, da geht man humorvoller mit Ihnen um."

Räumen heißt: Zeltstädte auflösen, Platzverweise erteilen. Die gelten 24 Stunden. Der Bezirk hat im Tiergarten im vergangenen Jahr 80 Mal räumen lassen. Die Obdachlosen tauchen dann an anderen Orten der Stadt wieder auf, unter irgendeiner Brücke oder zwischen zwei Büschen, bis sie auch dort weggeräumt werden, in den Park zurückgehen, wo sie hergekommen sind – und der Berliner Senat schaut weiter untätig zu. Zuständig sind ja die Bezirke. Selbst Dennis sagt: "Das nervt einfach nur." Er hätte gern ein bisschen Ordnung in seiner ganzen Orientierungslosigkeit.

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel

Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel

Einige Tage später sitzt Dennis unter einer Brücke an einer S-Bahn-Haltestelle, ein paar Hundert Meter südlich vom Tiergarten. Es regnet diesen leichten Niesel, der von der Seite kommt. Dennis sagt: "Von mir aus sollen die den Tiergarten räumen! So geht es dort nicht weiter, selbst wir fühlen uns unwohl." Nur: Wenn man Zelte wegräume, sehe das zwar aus, als hätte man richtig was geschafft. Die ganz Kaputten, die lägen aber immer noch in den Büschen.

* Name von der Redaktion geändert


Die Reportage über Berlin-Tiergarten ist dem aktuellen stern entnommen:



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