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Köln: Rentner nimmt Kaffee aus Supermarkt-Müll mit und wird dafür verurteilt

Ein 76-Jähriger in Köln dachte sich nichts dabei, als er 35 Packungen Kaffee aus der Mülltonne eines Supermarkts mitnahm. Nun musste er sich deshalb vor Gericht verantworten – und wurde auch verurteilt.

Lebensmittel in Mülltonne

Fast ein Drittel der Lebensmittel in Deutschland wird weggeworfen (Symbolbild)

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Das Amtsgericht Köln sprach den Rentner zwar schuldig, kam aber letztendlich zu einem milden Urteil: Der 76-Jährige wurde lediglich verwarnt und zu 300 Euro unter Strafvorbehalt verurteilt. Das bedeutet, dass er das Bußgeld nur bezahlen muss, wenn er sich während der einjährigen Bewährungszeit noch einmal etwas zuschulden kommen lässt. Im Februar 2017 hatte der Mann aus dem Müllcontainer eines Supermarkts in Köln-Porz 35 Packungen Kaffee im Gesamtwert von etwa 200 Euro gestohlen.

Dabei sei er sich keiner Schuld bewusst gewesen, gab er bei der Gerichtsverhandlung zu Protokoll. An jenem Vormittag habe er, wie der "Kölner Stadtanzeiger" aus dem Prozess wiedergibt, einmal austreten müssen und sich deshalb in ein Gebüsch verzogen. An dem Zaun, der das Gelände des Supermarkts umgibt, habe er einige Jugendliche getroffen, die ihn darauf hingewiesen hätten, dass in den Containern "jede Menge Zeug" liege. Daraufhin bediente sich der Rentner an der ausrangierten Ware in der Grünen Tonne. Der Kaffee sei auch bereits abgelaufen gewesen.

Erlaubt ist das dennoch nicht. Selbst wenn die Waren bereits im Müll gelegen hätten, seien sie immer noch Eigentum der Firma, belehrte der Amtsrichter den Angeklagten. Dessen Anwältin versuchte, den Vorfall herunterzuspielen: "Das ist in Porz gang und gäbe, dass man sich da bedient."

Lebensmittel aus dem Müll mitzunehmen ist strafbar

Ursprünglich war der Rentner, der bisher noch nicht straffällig geworden war, wegen "schweren Diebstahls" angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, über den Zaun geklettert zu sein und sich so Zutritt zum Areal des Supermarkts verschafft zu haben. Zumindest diesen Vorwurf konnten der 76-Jährige und seine Verteidigerin entkräften: Er gelangte durch ein Loch im Zaun zu den Containern. So fiel das Urteil wegen "einfachen Diebstahls" noch relativ glimpflich aus.

Laut einer WWF-Analyse wird fast ein Drittel der Lebensmittel in Deutschland weggeworfen. Täglich entsorgen Supermärkte Lebensmittel, die eigentlich noch genießbar wären. An einigen Orten bilden sich Communitys, die dann die Mülltonnen der Märkte plündern – das sogenannte "Containern". Laut Gesetz ist das allerdings strafbar.

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epp
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Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?