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16- bis 29-Jährige Umfrage: Damit verbringen junge Erwachsene den Großteil ihrer Freizeit

Eine junge Frau fotografiert mit ihrem Handy im Freibad
Eine junge Frau fotografiert mit ihrem Handy, selbst im Freibad werden die Geräte kaum aus den Händen gelegt
© Jens Büttner / DPA
Ein Großteil der jungen Erwachsenen in Deutschland gibt an, dass Freunde meist nur vor dem Bildschirm gesehen werden. Das liegt an der Corona-Pandemie, aber auch grundsätzlich gilt das Handy bei vielen als größte Freizeitbeschäftigung.

Junge Menschen verbringen in ihrer Freizeit mit dem Handy mehr Zeit als mit ihren Eltern. Eine Befragung unter dem Titel "Generation Corona" ergab, dass von den unter 30-Jährigen, die zu Hause leben, 70 Prozent das Handy als Haupt-Freizeitbeschäftigung bezeichnen, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichteten. Für die Erhebung wurden im März und April 2021 im Auftrag der Krankenkasse Pronova BKK insgesamt 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 29 Jahren bundesweit befragt.

Demnach sagten 58 Prozent der Befragten, ihnen sei die Familie in der Corona-Pandemie wichtiger geworden. Mehr Zeit mit der Familie verbrachten aber nur 38 Prozent. Bei etwa jedem Dritten komme es häufiger zu Streit und Konflikten als vor der Corona-Pandemie. Die Studie zeigt auch, dass junge Menschen, die mit Geschwistern im Elternhaus leben, häufiger zu aggressivem Verhalten neigen würden (43 Prozent der Befragten). Ihre Freunde würden die unter 30-Jährigen meist nur vor dem Bildschirm sehen, ob nun am Laptop oder dem Smartphone.

Jeder Zweite der 1000 Befragten beurteile seine Bildschirmzeit selbstkritisch und frage sich, wie er den Medienkonsum einschränken könne, ergab die Studie dem Bericht zufolge weiter. Drei Viertel der Befragten berichten, dass sie dafür Vorwürfe von ihren Eltern bekommen. Mehr als jedem Vierten werde nachgesagt, "keiner sinnvollen" Beschäftigung nachzugehen und nur "abzuhängen". Trotzdem hätten laut Studie am ehesten die Eltern Verständnis für das Verhalten der jungen Erwachsenen gezeigt: 70 Prozent der Befragten fühlen sich von ihren Eltern ernst genommen, deutlich weniger jedoch von ihren Lehrerinnen und Lehrern (25 Prozent).

luh AFP

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