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US-Wissenschaftler James Fallon: Begegnung mit einem Psychopathen

James Fallon ist einer der bekanntesten Neurowissenschaftler Amerikas. Als er seinen Gehirnscan untersuchte, machte er eine gruselige Entdeckung.

Von Martin Knobbe und Alexandra Kraft

James Fallon ist überzeugt, dass aus ihm ein Verbrecher geworden wäre, wenn er eine weniger behütete Kindheit gehabt hätte

James Fallon ist überzeugt, dass aus ihm ein Verbrecher geworden wäre, wenn er eine weniger behütete Kindheit gehabt hätte

Ein einfacher Bungalow auf dem Campus der Universität in Irvine, Kalifornien. Hier wohnt James Fallon, einer der angesehensten Neurowissenschaftler der USA. Er trägt ein buntes Hemd und klagt ausführlich über Hüftschmerzen. Ist es der erste Versuch, uns um den Finger zu wickeln?

Wir besuchen einen Mann, der vor ein paar Jahren eine grausige Entdeckung machte. Er hatte den Auftrag, Gehirnscans von verurteilten Serienmördern zu begutachten. Er sollte herausfinden, ob sie Gemeinsamkeiten haben. Tatsächlich, so ergab seine Studie, mangelte es allen Mördern an Aktivität in Bereichen des Frontal- und Temporallappens, Bereiche im Gehirn, die für Empathie und Selbstkontrolle zuständig sind. Einer dieser Scans zeigte besonders deutlich diese Kennzeichen eines psychopathischen Mörders. Als James Fallon den Scan decodierte, entdeckte er: Es war sein eigener. Er hatte ihn für eine andere Studie auf seinem Schreibtisch liegen gehabt.

"Die Leute sind mir egal"

"Ich habe das Gehirn eines Psychopathen. Die Gene eines Psychopathen und eine Familiengeschichte voller gewalttätiger Psychopathen", sagt der Professor zur Begrüßung und geleitet uns zum Gespräch in den Garten. Nachdem er die Entdeckung seines psychopathischen Gehirns gemacht hatte, forschte er weiter: In der direkten Familie seines Vaters habe es sieben Mörder gegeben. Auch Lizzie Borden sei darunter gewesen, eine Berühmtheit in den USA. Sie hatte ihren Vater und ihre Stiefmutter mit jeweils 40 Hieben zerhackt.

Psychopathen neigen dazu, andere Menschen zu manipulieren, sie zu Dingen zu bewegen, die sie eigentlich nicht wollen. "Während wir hier sitzen, läuft in meinem Hinterkopf immer das Programm ab: Wie kann ich mit denen spielen?“, sagt der Professor in dem fünfstündigen Gespräch mit dem stern. "Ich bin charmant. Die Leute fühlen sich mir verbunden – mir sind sie aber egal. Wenn wir fertig sind mit dem Gespräch, werde ich Sie morgen schon wieder vergessen haben."

"Ich hatte nie die Gefühle normaler Eltern"

Er sei unfähig, sich anderen Menschen emotional nah zu fühlen, sagt Fallon. Er glaube, dass er seine Frau liebe. "Ich war mit ihr, wie mit allen anderen, aber nie wirklich emotional verbunden.“ Seine drei Kinder seien für ihn am Anfang wie Puppen gewesen, später habe er sie als Freunde gesehen. "Ich hatte aber nie die Gefühle, wie normale Eltern sie haben. Ich war immer bereit, sie für eine lustige Nacht in einer Bar sitzen zu lassen.“

Nur seine wohlbehütete Kindheit und seine Familie hätten verhindert, dass aus ihm ein gewalttätiger Mensch wurde. Was ohne diese gute Behandlung aus ihm geworden wäre? "Ich hätte entweder Selbstmord oder einen Mord begangen“, sagt Fallon. Nur Prävention helfe deshalb seiner Meinung nach zu verhindern, dass aus Kindern mit psychopathischen Anlagen Gewalttäter werden.

"Es würde reichen, wenn man ausgebildete Krankenschwestern und Ärzte hätte, die bei Kindern Warnzeichen erkennen. Wenn sie etwa eiskalt durch einen hindurchschauen, als wäre man überhaupt nicht da. Wenn wir von der Disposition wissen, müssen wir dafür sorgen, dass diese Kinder nicht misshandelt oder gemobbt werden. Damit verhindern wir, dass aus ihnen echte Psychopathen werden."

Folgen Sie den Autoren auf Twitter: @MartinKnobbe und @kraftalex

Das vollständige und ausführliche Gespräch mit James Fallon lesen Sie im neuen stern.

Mehr zum Thema vegane Ernährung lesen Sie im aktuellen stern.

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Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Von:

und Martin Knobbe