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Skateprojekt "Razed" Wo Kinder und Erwachsene zur Rampensau werden

Benjamin Ali und Peter Körffer stehen seit 30 Jahren auf dem Skateboard. Und trotz Job und Familie haben sie ihre Leidenschaft für das Skaten nicht verloren.
"Ich habe soviel bekommen durchs Skateboardfahren, es gibt son Spruch der heißt 'Skateboarding saved my Life', der kommt nicht von irgendwoher, und das möchte ich zurückgeben. Da steckt ein Menge Herzblut drin. Ich möchte einfach das zurückgeben, was ich erfahren durfte durchs Skateboarding!"
Darum engagieren sich Peter und Ben im Verein Razed. Hier gibt es Skateboard- Anfängerkurse für Kinder und Jugendliche und Trainings mit Gleichaltrigen. Auf öffentlichen Skateplätzen haben es jüngere Fahrer schwer, sich gegen die Älteren durchzusetzen. In der Skatehalle des Vereins der „Blue Box“ wird niemand weggeschubst.
"Ich fahre jetzt seit 10 Jahren Skateboard. Ich hab mit 4 angefangen.Ich finde es toll, dass es den Verein und die Skatehalle gibt! Das ist super, auch im Winter skaten zu können. "
Ziel des Vereins ist es das Skaten offener zu gestalten – Teamgeist zu fördern und sich von dem Gedanken zu verabschieden, dass Skaten ein Sport für Einzelkämpfer ist. "Wir haben Trainer die sind von 16 bis Mitte 30. Die Jüngeren von denen haben ganz gewaltige Sprünge gemacht. Für sie öffnet sich eine komplett neue Welt und sie sehen, was sie außerhalb ihres normalen Jobs, ihres Studiums bewirken können. Bei einigen ist es jetzt auch tatsächlich so weit, dass sie denken, vielleicht könnte man ja im sozialen Bereich arbeiten."
Razed ist für alle da – auch für besondere Kinder: Ein Projekt des Vereins widmet sich Autisten – ein voller Erfolg.
„Es ist völlig entspannt, ich habe den Eindruck die Kinder sind viel lockerer als sonst. Wir haben sonst Schwierigkeiten in großen Runden. Oder wenn viele Fremde da sind, dass sie sich nicht trauen. Das ist hier ganz anders.“
Für die Skatehall Bluebox muss der Verein jährlich 50.000 Euro Miete aufbringen, auch wenn in den Sommermonaten kaum Betrieb ist. Schon lange wünscht sich der Verein eine mobile Rampe, die im Sommer auch draußen eingesetzt werden kann.
Diesen Wunsch will unsere Aktion Deutschlands Herzschlag heute erfüllen. Das ganze Team packt beim Aufbau der neuen Miniramp mit an. Am Nachmittag wird die Rampe von unserem Botschafter Peter Noppinger eingeweiht.
Die jüngsten Skater dürfen als erstes eine Testfahrt machen.
„Die Kleinen fahren jetzt besser wie wir Alten.... heute zeigen uns die Kinder wie es geht!“
"Das ist super, wir haben so lange gekämpft, dass wir anerkannt werden und dann kommt sowas, das motiviert."
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Bei "Razed" skaten Schulkinder neben Profis. Auch ein einzigartiger Kurs für Autisten steht im Programm. Doch der Verein braucht dringend eine neue Rampe. Ein Fall für "Deutschlands Herzschlag".
Von Jasmin Junior und Kerstin Gressnich

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