Berufskrankheit

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Darstellung der Justitia

Posttraumatische Belastungsstörung von Leichenumbetter kann Berufskrankheit sein

Auch die Arbeit von Leichenumbettern kann eine Posttraumatische Belastungsstörung auslösen, die wie eine Berufskrankheit anerkannt werden muss. Das kann dann passieren, wenn sie wiederholten oder extremen Konfrontationen mit traumatischen Ereignissen ausgesetzt sind, wie das Bundessozialgericht in Kassel am Dienstag erklärte. Es verwies die Klage eines Betroffenen zurück an das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg in Potsdam. (Az. B 2 U 19/23 R).
Rettungskräfte bei einer Übung

Urteil: Posttraumatische Belastungsstörung von Rettungssanitäter ist Berufskrankheit

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) eines Rettungssanitäters gilt als Berufskrankheit. Der Mann war in seinem fast 30 Jahre dauernden Berufsleben vielen Belastungen ausgesetzt, wie das baden-württembergische Landessozialgericht in Stuttgart am Montag erklärte. Die gesetzliche Unfallversicherung müsse die PTBS wie eine Berufskrankheit anerkennen.
Depressionen

Einfach erklärt Depressionen: Wie sie entstehen und wie Sie helfen können

Sehen Sie im Video: Depressionen: Wie sie entstehen und wie Sie helfen können.


In Europa erkrankt jeder Vierte ein Mal im Leben an einer Depression. Damit zählt sie zu den häufigsten Erkrankungen. Gleichzeitig unterschätzen sie viele: Eine Depression kann jeden treffen, unabhängig von Geschlecht, Alter und sozialem Status.
Entscheidend dafür, ob eine Depression auftritt, ist die genetische Veranlagung. Sie beeinflusst, ob ein Mensch dazu neigt, an einer Depression zu erkranken. Konkret ausgelöst wird sie dann oft durch negative Lebensereignisse. Manchmal ist aber kein konkreter Auslöser auszumachen.
Ein grundlegendes Verständnis für die Krankheit ist unerlässlich, um richtig helfen zu können. Das Problem: Sie ist oft schwer zu erkennen. Dieses Schaubild zeigt, wann eine Depression vorliegen kann: Wenn mindestens zwei der Symptome im inneren Kreis zutreffen, zum Beispiel „Verminderter Antrieb“ und „Depressive Stimmung“. Und zusätzlich mindestens zwei Symptome im äußeren Kreis wie „Schlafstörungen“ und „Appetitminderung“ – und das über mehr als zwei Wochen.
Die Diagnose kann aber nur ein Arzt stellen. Deshalb ist es wichtig, dass Betroffene so schnell wie möglich zum Arzt gehen – wie bei allen schweren Krankheiten. Der Hausarzt ist ein guter, erster Ansprechpartner. Auf sich alleine gestellt kann dieser Weg aber sehr schwer sein, denn Antriebs- und Hoffnungslosigkeit blockieren Betroffene. Hier ist Hilfe aus dem persönlichen Umfeld besonders wertvoll: Es ist wichtig, einen Termin zu vereinbaren und auf Wunsch zum Arzt mitzugehen.
Eine Depression lässt sich mit einer Psychotherapie und Medikamenten gut behandeln: Die Verhaltenstherapie ist ein häufig eingesetztes, psychotherapeutisches Verfahren. Ziel ist es, den Alltag zu strukturieren und negative Denkautomatismen zu bewältigen. Die zweite Säule der Behandlung sind Medikamente. Denn bei einer Depression geraten Botenstoffe im Gehirn aus der Balance – und das stört die Übertragung von Impulsen zwischen den Nervenzellen. Man geht davon aus, dass Antidepressiva das Gleichgewicht der Botenstoffe wiederherstellen – auch wenn die genauen Mechanismen nicht bekannt sind. Eine konsequente Behandlung verkürzt meist die leidvolle Phase und minimiert das Rückfallrisiko.
Mit professioneller Hilfe und der Begleitung aus dem privaten Umfeld kann eine depressive Episode bald abklingen.