Standortdaten

Artikel zu: Standortdaten

Bundeskanzleramt in Berlin

Koalition will Zugang zu Daten über kritische Infrastruktur einschränken

Die schwarz-rote Koalition zieht Konsequenzen aus den Anschlägen auf das Berliner Stromnetz und andere wichtige Versorgungseinrichtungen: Union und SPD vereinbarten am Mittwoch im Koalitionsausschuss, sie wollten öffentlich zugängliche Standortdaten zu sogenannter kritischer Infrastruktur "nach Möglichkeit einschränken". Denn die öffentliche Verfügbarkeit erleichtere "Anschläge, Ausspähungsversuche und Sabotageakte" sowohl durch inländische Extremisten als auch ausländische Mächte.
Video: Generelle Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen EU-Recht

Video Generelle Vorratsdatenspeicherung verstößt gegen EU-Recht

STORY: Eine generelle Speicherung von Telekommunikationsdaten zur möglichen Aufklärung von Verbrechen in Deutschland verstößt gegen europäisches Recht. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg in einer am Dienstag veröffentlichten Entscheidung. Allerdings könne die Speicherung von Daten möglich sein, wenn "eine ernste Bedrohung für die nationale Sicherheit" vorliege. Dann sei für einen auf das absolut Notwendige begrenzten Zeitraum auch "eine allgemeine und unterschiedslose Vorratsspeicherung der IP-Adressen" vereinbar mit europäischem Recht. Zur Bekämpfung schwerer Straftaten könne Betreibern elektronischer Kommunikationsdienste auch vorgeschrieben werden, die ihnen zur Verfügung stehenden Verkehrs- und Standortdaten umgehend zu sichern. Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat wiederholt betont, dass sie eine Datenspeicherung zur Aufklärung schwerer Straftaten wie etwa sexueller Missbrauch von Kindern für erforderlich hält. Bundesjustizminister Marco Buschmann vertritt dagegen die Position, dass es allenfalls für einen begrenzten Zeitraum eine anlassbezogene Datenspeicherung mit richterlichem Beschluss geben könne.
Abtreibungsklinik der Organisation Planned Parenthood im Bundesstaat Utah

Gekipptes Abtreibungsrecht Google löscht Standortdaten von Besuchern von US-Abtreibungsklinken – New York will Abtreibungsrecht in Verfassung verankern

Nach dem gekippten Abtreibungsrecht sollen Gesetzesverstöße schneller geahndet werden. Davor will Google seine Kunden schützen und künftig deren Standortdaten löschen, wenn sie eine Abtreibungsklinik besucht haben. Im Bundesstaat New York soll das Recht auf Abtreibung in die Verfassung aufgenommen werden.