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Video Biden und Putin signalisieren Zusammenarbeit vor Treffen in Genf

US-Präsident Joe Biden signalisiert vor seinem ersten Gipfeltreffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin Bereitschaft zum Entgegenkommen. Nach einem Treffen der Nato-Staaten in Brüssel wurde Biden gefragt, wie er sich auf ein Gespräch mit einem ehemaligen KGB-Agenten vorbereite. "Das erzähle ich Ihnen, wenn es vorbei ist. Sehen Sie, ich mache das schon sehr lange. Das Letzte, was jemand tun würde, ist vor der Weltpresse darüber zu reden, wie er ein kritisches Treffen mit einem anderen Gegner oder jemandem, der ein Gegner sein könnte, angehen wird. Aber ich werde Ihnen sagen, dass ich Präsident Putin klarmachen werde, dass es Bereiche gibt, in denen wir kooperieren können, wenn er sich dafür entscheidet. Und wenn er sich entscheidet, nicht zu kooperieren und sich so verhält, wie er es in der Vergangenheit in Bezug auf Cybersicherheit und andere Aktivitäten getan hat, dann werden wir darauf reagieren. Wir werden in gleicher Weise reagieren." "Ich hatte ihn bereits getroffen. Er ist klug, er ist zäh und ich fand, dass er ein, wie man beim Ballspielen sagt, ein würdiger Gegner ist." Man müsse Putin die rote Linie aufzeigen, sagte Biden. Er berichtete davon, dass alle Regierungschefs der 30 Nato-Mitgliedsstaaten ihm dafür gedankt hätten, sich jetzt mit Putin zu treffen. Dieser gab seine Ansichten ebenfalls im Fernsehen preis, in einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender NBC am Freitag. Ein paar seiner Aussagen: "Ich bin geneigt zu glauben, dass die Vereinigten Staaten trotz all dieser Nettigkeiten, was ihr Verhältnis zu Russland betrifft, das fördern wollen, was sie für wichtig und notwendig halten, vor allem für sich selbst, in ihren wirtschaftlichen, politischen und militärischen Interessen." "Wir haben ein bilaterales Verhältnis, das sich verschlechtert hat und sich auf dem tiefsten Punkt der letzten Jahre angekommen ist. Es gibt jedoch immer noch Angelegenheiten, die ein gewisses Maß an Austausch erfordern, um die Identifizierungen und Bestimmungen der gegenseitigen Positionen herauszufinden, sodass Probleme von gegenseitigem Interesse effektiver gelöst werden können, sowohl für die Vereinigten Staaten als für Russland." "Warum schlagen wir vor, sich auf etwas zu einigen? Weil das, wovor man in Amerika Angst haben kann, wovor man in Amerika besorgt ist, genau das Gleiche eine Gefahr für uns sein kann. Die USA sind ein High-Tech-Land. Wenn die Nato den Cyberspace zu einem Kampfgebiet erklärt hat, dann bedeutet das, dass sie dort etwas planen. Sie bereiten etwas vor. Also kann uns das natürlich nur beunruhigen." US-Präsidenten Joe Biden beschrieb er als Berufspolitiker und sei "völlig anders" als Trump. Auf den Kommentar, dass Biden ihn in einem Interview im März einen Mörder genannt hatte, sagte Putin, er habe schon Dutzende solcher Anschuldigungen gehört. Putin und Biden werden sich am Mittwoch in Genf treffen.
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US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin werden sich am Mittwoch zu einem bilateralen Gespräch in der Schweiz treffen.

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