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Video G20-Finanzminister tagen in Venedig

Die Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer treffen sich ab diesem Freitag in Venedig. Wichtigstes Thema bei den Beratungen wird die zuletzt vereinbarte globale Steuerreform sein. Sie sieht für Unternehmen eine Mindeststeuer von 15 Prozent vor. Zudem sollen Steuereinnahmen an Schwellenländer abgeben werden. Es wird erwartet, dass die G20-Staaten dafür am Samstag grünes Licht geben. Das ist so kommen wird, davon ist Bundesfinanzminister Olaf Scholz überzeugt. Im Vorfeld des Treffens sagte er in Berlin: "Wenn sich jetzt die Finanzministerinnen und Finanzminister der 20 größten Industrie- und Handelsnationen der Welt treffen, dann geht es vor allem darum, dass wir sicherstellen, die Praxis der Steuervermeidung zu beenden, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten eingeschlichen hat. Große Konzerne haben Wege gefunden, mit Tochtergesellschaften und Sitz-Gesellschaften sich Orte zu suchen, wo sie wenig besteuert werden, obwohl sie ihre Gewinne, ihre wirtschaftliche Tätigkeit ganz woanders entfalten. Das werden wir beenden. Der Steuersenkungswettauf wird zu Ende gehen, und wir werden eine globale Mindestbesteuerung vereinbaren, ein großer Durchbruch, wahrscheinlich die größte Reform der internationalen Verabredungen zur Besteuerung seit Jahrzehnten." Die neuen Regeln sollen dann ab 2023 greifen. Ob das klappt, halten Experten aber noch nicht für ausgemachte Sache. 130 Länder hatten sich zuletzt auf die Steuerreform verpflichtet, die die internationalen Regeln an das Digitalzeitalter anpassen soll. Neun Länder - darunter aus Europa Irland, Ungarn und Estland - verweigerten aber ihre Unterschrift.
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Wichtigstes Thema bei den Beratungen wird die zuletzt vereinbarte globale Steuerreform sein.

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