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Video Grauwal biegt falsch ab

Einmal falsch abgebogen, schon findet man sich in einer völlig unbekannten Gegend wieder. Und wenn man dann die ursprüngliche Auffahrt nicht mehr findet, dann hat hat man ein Problem. Genau so geht es derzeit diesem Meeressäuger im Mittelmeer vor der Küste Frankreichs. Spaß beiseite, als Grauwal gehört dieser Riese heute eigentlich in den Pazifik. Normalerweise wandern die Tiere durch kühlere Gewässer entlang der kalifornischen Küste zwischen Alaska und Mexiko. Früher stellte das Arktiseis eine natürlich Barriere dar, erklärt Eric Hansen von der französischen Agentur für Biodiversität. "Die Klimaerwärmung hat dafür gesorgt, dass die Nordwestpassage, die Pazifik und Atlantik verbindet, heute nicht mehr allenfalls im Sommer eisfrei ist. Die Passage kann viel leichter durchschwommen werden. Wir nehmen an, dass dieser junge Wal einen Fehler in seiner Navigation gemacht hat und anstatt entlang der Pazifikküste entlang der Atlantikküste südwärts geschwommen ist. Über Gibraltar versucht er nun verzweifelt zum Pazifik zurückzufinden." Der Navigationsfehler könnte fatale Folgen für den "Wally" getauften Grauwal haben, schon jetzt schätzen Wissenschaftler sein Gewicht deutlich niedriger ein als normal. Höchstwahrscheinlich, weil er seine gewohnte Nahrung im Mittelmeer nicht findet. 80 bis 90 Kilometer legt Wally am Tag zurück. Er nähert sich derzeit wieder der spanischen Küste. Die Wissenschaftler hoffen, dass er auf der Suche nach heimischen Gewässern zumindest den Ausgang in den Atlantik wiederfindet.
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Normalerweise ziehen die Tiere durch kühlere Gewässer entlang der kalifornischen Küste zwischen Alaska und Mexiko. Ein acht Meter langes Exemplar ist nun im Mittelmeer "aufgetaucht".

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