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Video Hardliner Raisi erringt Wahlsieg im Iran

Bei der Präsidentschaftswahl im Iran hat der Hardliner und Chef der Justiz, Ebrahim Raisi offenbar den Sieg errungen. Seine Konkurrenten räumten zum Teil bereits ihre Niederlagen ein und gratulierten dem 60-Jährigen zum Wahlerfolg. Und wie ein Sprecher des Innenministeriums am Samstag mitteilte, liegt Raisi nach Auszählung eines Großteils der Stimmen deutlich vorne. Der bisherige Präsident, der gemäßigte Pragmatiker Hassan Ruhani, durfte nach zwei Amtsperioden in Folge bei der Wahl am Freitag nicht mehr antreten. Die Amtsübergabe ist laut früheren Regierungsangaben für den 3. August vorgesehen. Rund 60 Millionen Menschen waren wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung brach offenbar gegenüber der Wahl vor vier Jahren massiv ein, soll aber höher gelegen haben, als Umfragen vermuten ließen. Auch soll es eine beachtliche Zahl ungültiger Stimmzettel gegeben haben - ein Ausdruck von Protest dagegen, dass der Wächterrat alle aussichtsreichen Rivalen Raisis ausgeschlossen und damit de facto das Ergebnis vorbestimmt hatte. Die Präsidentschaftswahl im Iran fiel mitten in eine Wirtschaftskrise und in die anhaltenden Beratungen über eine Wiederbelebung des Atomabkommens.
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Die Wahl im Iran fiel mitten in eine Wirtschaftskrise und in die anhaltenden Beratungen über eine Wiederbelebung des Atomabkommens.

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