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Video Iran wählt Präsidenten - Hardliner Raisi mit größten Chancen

Im Iran wird am Freitag ein neuer Präsident gewählt. Die größten Chancen werden dem schiitischen Geistlichen und Chef der Justiz, Ebrahim Raisi, eingeräumt. Er gehört zu den Hardlinern und ist ein enger Verbündeter Ajatollah Ali Chameneis, des geistlichen und politischen Oberhauptes der Islamischen Republik. Sein Konkurrent im Lager der Gemäßigten ist der frühere Notenbankchef Abdolnasser Hemmati. Insgesamt bewerben sich noch vier der ursprünglich sieben zugelassenen Kandidaten. Präsident Hassan Ruhani, ein gemäßigter Pragmatiker, darf nach zwei Amtszeiten in Folge nicht antreten. Wahlberechtigt sind mehr als 59,3 Millionen Iranerinnen und Iraner. Viele sind enttäuscht von der Wirtschaftslage sowie der Politik der Hardliner und dürften der Abstimmung fernbleiben, zudem gibt es zahlreiche Aufrufe zum Wahlboykott aus der Opposition. Umfragen zufolge dürfte die Wahlbeteiligung mit 41 Prozent erheblich niedriger ausfallen als bei vergangenen Abstimmungen. Die Wahl findet inmitten von Corona-Pandemie, Wirtschaftskrise und Gesprächen über die Wiederbelebung des Atomabkommens von 2015 statt. Erringt keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die notwendige Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme, findet am ersten Freitag nach Bekanntgabe des Endergebnisses eine Stichwahl zwischen den beiden führenden Kandidaten statt. Dies dürfte der 25. Juni sein.
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Er gilt als enger Verbündeter Ajatollah Ali Chameneis. Präsident Hassan Ruhani, ein gemäßigter Pragmatiker, darf nach zwei Amtszeiten in Folge nicht antreten.

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