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Video Merkel - Deutschland braucht "gigantische" Investitionen

HINWEIS: Dieser Beitrag wird ohne Sprechertext gesendet. O-Ton Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin: "Und natürlich war die Industrie auch wieder Schrittmacher auf dem Weg heraus aus der jüngsten Rezession. Wir können heute sagen, dass Deutschland vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen ist. Der Wiederaufschwung vollzieht sich relativ zügig, auch zügiger als in anderen Ländern Europas. Und das hat sehr viel mit der Widerstandsfähigkeit - oder wie man heute so schön sagt - Resilienz der deutschen Industrie zu tun. Wir werden in den nächsten Jahren gigantische Summen ausgeben müssen. Das ist einerseits die Aufgabe der Wirtschaft. Aber ich will ganz ehrlich sagen, es gibt viele Bereiche, in denen wir ohne staatliches Geld gar nicht mehr in die Vorhand kommen werden. Wenn ich z.B. daran denke, dass Mikrochips, die ja für das Internet der Dinge von entscheidender Bedeutung sein werden, in Europa 40 Prozent teurer produziert werden als in Asien, dann wird es ohne staatliche Unterstützung - da haben wir Gott sei Dank dieses europäische Programm IPSI, die Projekte von besonderer strategischer Bedeutung - wird es nicht gehen. Und wir werden diese Industrie nicht ansiedeln können. Ähnliches gilt für die Batteriezellen, für die wir bereits ein solches europäisches Projekt haben. Wir brauchen eine weitere Rahmenbedingung. Das sind natürlich solide öffentliche Finanzen. Dank der Haushaltskonsolidierung der letzten Jahre haben wir überhaupt nur die Möglichkeit gehabt, jetzt in der Corona-Krise so stark auch stützende und investierenden Maßnahmen zu beschließen. Und natürlich müssen wir aber die öffentlichen Investitionen wieder, die öffentlichen Haushalte wieder in Ordnung bringen. Und das wird eine sehr, sehr schwierige Aufgabe der nächsten Jahre werden. "
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Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Notwendigkeit, in den kommenden Jahren immense Gelder in Deutschland und der EU zu investieren. Beim Tag der deutschen Industrie betonte sie am Dienstag, dass dabei sowohl Unternehmen als auch der Staat in der Pflicht seien.

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