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Video Russland: Corona-Lage verschlechtert sich

Die Corona-Situation in Russland wird immer schlechter, insbesondere in der Hauptstadt Moskau. Am Samstag vermeldete die Metropole 9120 neue Fälle - so viele wie nie zuvor an einem Tag. Auch am Sonntag wurden aus der Stadt mehr als 8000 neue Corona-Infektionen gemeldet. Mitverantwortlich für den rasanten Anstieg der Covid-19-Erkrankungen ist die Ausbreitung der Delta-Variante. In Moskau mache sie bereits 90 Prozent der Fälle aus, berichteten die zuständigen Behörden. Hinzu kommt das in Russland erst etwa 11 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft ist. Vermutlich auch, weil die Impfskepsis in Russland ungebrochen hoch ist. Viele misstrauen den Behörden und den angebotenen Impfstoffen. In Moskau werben die Behörden auf den Straßen offensiv für eine Impfung. Auch Russlands Präsident Wladimir Putin forderte seine Landsleute auf, sich impfen zu lassen. Für bestimmte Berufsgruppen ist die Impfung bereits Pflicht. So wie für diese Frau aus der Dienstleistungsbranche. "Ich habe nicht entschieden, sie haben für mich entschieden. Wir müssen jetzt die Impfung machen, um unseren Job nicht zu verlieren. Ich wollte das überhaupt nicht tun, wollte nicht zur Impfung gehen, da ich nicht krank war. Ich bin seit drei Jahren nicht krank gewesen. Und meine Kinder waren nicht krank, weder im Kindergarten noch in der Schule. Aber ich musste kommen und es machen, um weiter arbeiten zu können." Die Moskauer Stadtregierung kündigte an, dass nur geimpfte Einwohner in der Lage sein würden, in Krankenhäusern eine Behandlung zu erhalten, die keinen Notfall darstelle. Die Corona-Beschränkungen waren in den letzten Tagen in Moskau verschärft worden. Großveranstaltungen sind auf 1000 Personen begrenzt, die Fanzone zur Europameisterschaft in Moskau sowie Diskos wurden ganz geschlossen. Spielplätze in Moskau sollen mindestens bis zum 28. Juni geschlossen bleiben.
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Mitverantwortlich dafür ist die Impfskepsis im Land.

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