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Video Russland bezichtigt Großbritannien nach Vorfall im Schwarzen Meer der Lüge

Bilder vom britischen Zerstörer HMS Defender, die von der britischen BBC veröffentlicht wurden. Die Aufnahmen sollen am Mittwoch entstanden sein und den militärischen Zwischenfall vor der Krim zeigen, der einen heftigen Streit zwischen Großbritannien und Russland ausgelöst hat. Ein Reporter der BBC berichtete, er sei zu dem Zeitpunkt des Vorfalls an Bord gewesen und es habe eine dramatische Lage gegeben. Mehr als 20 Flugzeuge und zwei russische Schiffe seien teils nur 100 Meter entfernt von dem britischen Schiff gewesen und es habe Vorbereitungen auf eine mögliche Konfrontation gegeben. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte später mit, das britische Kriegsschiff sei drei Kilometer in russisches Territorialgewässer eingedrungen. Es seien Warnschüsse abgefeuert worden, ein Kampfbomber habe mehrere Bomben in der Kursrichtung des Schiffes abgeworfen. London reagierte ziemlich unbeeindruckt. Das Schiff der königlichen Marine sei gemäß dem internationalen Recht auf einer friedlichen Durchfahrt in ukrainischen Gewässern gewesen, sagte der britische Premierminister Boris Johnson: "Ich denke, es war völlig angemessen, internationale Gewässer zu nutzen. Und - nebenbei bemerkt - ist der wichtige Punkt, dass wir die russische Annexion der Krim nicht anerkennen. Dies ist ein Teil des souveränen ukrainischen Territoriums. Es war völlig richtig, dass wir das Gesetz einhalten und die Freiheit der Schifffahrt auf die Art und Weise verfolgen, wie wir es getan haben, indem wir den kürzesten Weg zwischen zwei Punkten nehmen." Außerdem habe niemand Warnschüsse auf das Schiff abgefeuert oder Bomben abgeworfen, hieß es aus dem britischen Verteidigungsministerium. Russland warf Großbritannien dagegen vor, zu lügen. "Wir glauben, dass es eine absichtliche und vorsätzliche Provokation war", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau. Sollte sich dies wiederholen und die Provokationen zu weit gehen, könnten keine Optionen mit Blick auf die Verteidigung russischer Grenzen ausgeschlossen werden. Eine Sprecherin des Außenministeriums warf London "klare Lügen" vor. Ihr Haus bestellte die britische Botschafterin zu einer formellen diplomatischen Rüge ein. Russland hat die Halbinsel Krim 2014 von der Ukraine annektiert und betrachtet Gebiete um die Küste dort als russische Gewässer. Westliche Länder sehen die Krim indes als Teil der Ukraine und lehnen Russlands Anspruch auf die sie umgebenden Hoheitsgewässer ab.
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Großbritanniens Premierminister Boris Johnson erklärte dagegen am Donnerstag, das britische Schiff habe sich rechtmäßig in internationalen Gewässern bewegt.

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