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Video Wegen Delta-Variante - Johnson verschiebt Corona-Lockerungen bis zum 19. Juli

Großbritannien verschiebt wegen der raschen Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus geplante Lockerungsschritte um einen Monat. "Ich denke, es ist sinnvoll, noch ein wenig länger zu warten", sagte Premierminister Boris Johnson am Montag. Er sei zuversichtlich, dass vier Wochen ausreichen dürften. Wenn man jetzt vorsichtig sei, hätte man in den kommenden vier Wochen die Chance, viele Tausende Leben durch die Impfung von Millionen weiteren Menschen zu retten, sagte der 56-Jährige. Ursprünglich sollten auf der Insel die meisten Einschränkungen am 21. Juni aufgehoben werden. Nun wird der 19. Juli angepeilt. Nichtsdestotrotz gab es auf der Insel bereits große Ansammlungen von Menschen, wie hier Anfgang Juni am Brighton Beach, oder wie zuletzt beim Sieg der Engländer am Sonntag gegen Kroatien bei der Fußball-Europameisterschaft, die europaweit ausgetragen wird und noch bis zum 11. Juli andauern wird. Im Wembley-Stadion in London finden insgesamt drei Gruppenspiele, zwei Achtenfinal- und zwei Halbfinalspiele sowie das Finale statt. Die zuerst in Indien nachgewiesene Delta-Variante ist Behörden zufolge um 60 Prozent ansteckender als die bislang in Großbritannien vor allem verbreitete Alpha-Variante. Johnson sprach von einer Zunahme der neuen Positiv-Tests um gegenwärtig 64 Prozent pro Woche und einem Anstieg der Intensivfälle. Der wissenschaftliche Berater der Regierung, Patrick Vallance, erklärte, die Verschiebung der Lockerung dürfte den zu erwarteten Höchststand um 30 bis 50 Prozent absenken. Beim Impfen liegt Großbritannien weltweit mit an der Spitze: Etwa 57 Prozent der Bevölkerung hat die Impfung bereits abgeschlossen.
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Man wolle viele Menschenleben dadurch retten, indem man während der Verlängerung weitere Millionen Personen impfen werde.

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