HOME

Babyzeichensprache: Guck mal, wer da gebärdet!

Bevor Babys sprechen können, haben sie schon eine Menge zu sagen. Frischgebackene Eltern können jedoch oft nur rätseln, was das Baby meint. Die Folge: Frust. Eine Babyzeichensprache soll Abhilfe schaffen.

Von Jens Lubbadeh

Der Schatten, den der große Kleiderschrank auf die Wand wirft und der wie ein großes Tier aussieht. Die große Spinne, die flink unter dem Tisch herumkrabbelt. Oder auch nur diese seltsamen schwarzen Tierchen da draußen im Sandkasten - frischgebackene Eltern können oft nur rätseln, was Baby meint, wenn es immer wieder mit einem begeisterten "dada" seine neuen Entdeckungen dieser Welt mitteilen will. Oder aber wie aus heiterem Himmel plötzlich anfängt zu weinen – vielleicht weil es Hunger hat? Könnte man doch nur verstehen, was das Baby sagen will. Diese kommunikative Barriere führt nicht selten zu Frustration – auf beiden Seiten.

Die Wörter sind schon da bevor der Sprechapparat funktioniert

Das muss nicht sein, meint Vivian König, die diese kommunikative Lücke zwischen Eltern und Kleinkindern mit einer Zeichensprache schließen will – und Babys beim Sprechenlernen unterstützen soll. Babys – so die Idee dahinter – könnten sich eigentlich schon viel früher mitteilen, als sie sprechen können. Warum sollen sich die Kinder also nicht vorher schon mitteilen? Und zwar mit ihren Händen? Viel schneller als die Kontrolle des Stimmapparates erlernt das Baby die Koordination seiner Hände. Die Entwicklung der Muskeln von Zunge, Mund und Stimmbändern, die es zum Sprechen benötigt, ist erst zwischen dem 12. und dem 20. Monat abgeschlossen, wie Vivian König schreibt.

"Zwergensprache" nennt Vivian König diese Babyzeichen, die der Deutschen Gebärdensprache der Gehörlosen entlehnt sind. Allerdings vereinfacht, dass auch kleine Hände damit gut zurecht kommen. In den USA ist das sogenannte "baby signing" schon seit den 80er Jahren verbreitet. Man stellte fest, dass hörende Babys, von denen mindestens ein Elternteil gehörlos war, viel früher mit Gebärden kommunizieren konnten als gleichaltrige Kinder sprechen. Richtige Gebärdensprache, wie sie gehörlose Menschen benutzen, ist "Zwergensprache" jedoch nicht. Was die Babys lernen, sind einzelne Handzeichen für Dinge - analog zu Wörtern. Die Syntax und die besondere und komplizierte dreidimensionale Grammatik der Gebärdensprache lernt ein Kind dadurch nicht..

Einfache Worte zuerst

Dass das Konzept hinter der Zwergensprache nicht nur Hand, sondern auch Fuß hat, beweist die aktuelle Forschung: Mittlerweile ist erwiesen, dass Kleinkinder schon mit sieben Monaten Dinge ihrer Umwelt klar voneinander unterscheiden können. Die ersten Worte verstehen und Gegenständen zuordnen können sie schon mit elf Monaten. Um diese Zeit herum beginnen Kinder auch ihre ersten Worte zu sprechen.

1990 zeigten amerikanische Sprachforscher in einer Studie mit mehreren amerikanischen gehörlosen Familien, in denen die amerikanische Gebärdensprache ASL benutzt wurde, einen zeitlichen Vorteil der Gebärdensprache. Die hörenden Babys der gehörlosen Eltern begannen im Schnitt mit sieben Monaten ihre ersten Wörter zu gebärden. Also circa drei Monate bevor sie ihr erstes Wort sprachen. Dieser zeitliche Vorteil im Vokabular hielt noch eine Weile an, bis der Wortschatz rund 50 Worte umfasste. Dann und beim ersten Quantensprung, der Bildung des Zwei-Wort-Satzes, zogen Lautsprache und Gebärdensprache allerdings gleich.

Mit welchen Babyzeichen sollte man anfangen? Vivian König rät zu einfachen Worten, die den Umgang im gemeinsamen Alltag erleichtern und Grundbedürfnisse des Babys ausdrücken, z.B. Wörter wie "Milch" oder "essen".

"Zwergensprache" verstehen übrigens nicht nur Zwerge. Das Zeichen für "Milch" dürfte jedem bekannt vorkommen: rechte Hand auf Brusthöhe zur Faust ballen, Daumen nach oben abgespreizt, Faust dreimal öffnen, dabei schließen - das alles nur ohne Kuh!

Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.