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Ötzi: Die Geheimnisse des Gletschermannes

Sie wollen Ötzis Leben und Sterben besser verstehen. Doch bei ihren Untersuchungen kommen die Forscher nur schleppend voran - sie dürfen nichts tun, was den Erhalt der Mumie gefährden könnte.

Er gehört zu den berühmtesten Menschen der Welt, obwohl er seit mehr als 5000 Jahren tot ist: Ötzi, der Steinzeitmann aus dem Eis, der 1991 in einem Gletscher in Südtirol entdeckt wurde. Seit seinem Auftauchen versuchen Wissenschaftler intensiv, Ötzi seine Geheimnisse zu entlocken und sein Leben und sein Sterben besser zu verstehen. Doch trotz dieser Anstrengungen und eigens entwickelter Untersuchungsmethoden können die Forscher bis heute nur Teilerfolge melden. Eine Mitschuld daran trägt ausgerechnet das, was Ötzi so interessant macht: seine Einzigartigkeit - schließlich hat der Erhalt der Mumie oberste Priorität.

Die Schwierigkeiten hätten bereits bei der Suche nach einer geeigneten Unterkunft für die Berühmtheit begonnen, berichtet das Magazin "bild der wissenschaft". Während der ersten Jahre seines Aufenthalts in der Universität Innsbruck lag Ötzi noch relativ bescheiden und luftdicht verpackt in Crash-Eis - ähnlich wie frischer Fisch, wie es der emeritierte Innsbrucker Anatom Othmar Gaber formuliert. Als die Mumie jedoch 1998 in ein angemesseneres Domizil im extra eingerichteten Archäologiemuseum in Bozen umzog, stellte sich schnell heraus, dass sie das Klima nicht vertrug. Sie verlor in ihrer minus sechs Grad Celsius kalten Kammer trotz einer Luftfeuchtigkeit von 98 Prozent rapide an Feuchtigkeit, was dem mit 13,5 Kilogramm sowieso schon untergewichtigen Ötzi nicht gut tat.

Pinzette im Brustkorb

Der Grund des extremen Gewichtsverlustes: Ötzis Hautzellen können im Gegensatz zu denen anderer Mumien nach wie vor Wasser aufnehmen und abgeben. "Die Feuchtigkeit wird dorthin gezogen, wo es am kältesten ist - von Ötzis Körper zu den Kühlwänden", erklärt Gaber das Problem. Doch diese Schwierigkeit konnten die Forscher mittlerweile aus der Welt schaffen - mit einem einfachen Trick: Sie besprühen die Mumie regelmäßig mit sterilem Wasser. Das gleicht nicht nur den Feuchtigkeitsverlust in den Zellen aus, sondern überzieht Ötzi außerdem mit einer dünnen Eisschicht, die weiteres Austrocknen verhindert. Zusätzlich wurde die Kühlkammer vor zwei Jahren mit dicken Eisplatten ausgekleidet.

Eine weitere Herausforderung: Aufgrund des enormen wissenschaftlichen Interesses ist Ötzi extrem anfällig für eingeschleppte Verunreinigungen. Etwa 100 Gewebeproben wurden der Mumie bis heute schon entnommen, darunter Zahnschmelz, Hautstückchen, Knochenmark und auch der Darminhalt. Damit die Gefahr einer Kontamination bei dieser Menge an Eingriffen gering blieb, wurde während der ersten Jahre nur mit einem speziell angefertigten Besteck an der Mumie herumgeschnippelt. Es besteht aus Titan, einem Material, das sich im Gegensatz zum herkömmlichen Stahl nicht abnutzt und keine Reste am Körper hinterlässt. Dafür ist es jedoch sehr spröde - und die Folgen davon hat Ötzi bereits zu spüren bekommen: Bei einer Gewebeentnahme brach eine Pinzette ab und steckt seitdem im Brustkorb der Mumie.

Fremdes Erbgut auf Ötzis Körper

Das größte Problem, mit dem sich die Ötzi-Forscher momentan konfrontiert sehen, ist jedoch eine Erbgutanalyse des Eismannes. Eine solche Untersuchung könnte viel Licht auf das Leben, die Herkunft und möglicherweise auch das Sterben des Steinzeitmenschen werfen. Leider sind die DNA-Stücke in den mumifizierten Zellkernen so stark zerstört, dass sie zumindest mit herkömmlichen Methoden nicht analysiert werden können. Die Forscher konzentrieren ihre Anstrengungen daher auf die Mitochondrien, die Kraftwerke der Zelle, die eine eigene, allerdings reduzierte Erbgutausstattung besitzen. Doch auch hier geht es nicht so voran, wie die Experten hofften. Die Hauptschwierigkeit: Ötzi wurde mittlerweile von so vielen Menschen angefasst, dass sich auf und in seinem Körper nicht nur sein eigenes Erbgut befindet, sondern auch das seiner Entdecker. Erst nach und nach finden die Wissenschaftler Möglichkeiten, diese beiden Erbgutvarianten voneinander zu trennen.

Doch auch ohne vollständige Erbgutanalyse wissen die Forscher schon einiges über den Eismann. Er war etwa 1,60 Meter groß, hatte braune Haare, blaue Augen und war mit 45 Jahren für die damaligen Verhältnisse schon ziemlich alt. Seine Bärenfellmütze, sein Ziegenhaarmantel und sein Beil mit Kupferklinge zeigen, dass er eine wichtige Persönlichkeit war. Bei seinen Reisen, die ihn durch halb Südtirol führten, trug er getrocknete Pilze mit sich, die antiseptisch und blutstillend wirkten. Allerdings war er möglicherweise unfruchtbar: Die DNA seiner Mitochondrien ist auf eine Weise verändert, die heute mit einer eingeschränkten Spermienbeweglichkeit in Verbindung gebracht wird.

Sein Tod liegt jedoch noch fast vollständig im Dunklen. Als sicher gilt lediglich, dass Ötzi ermordet wurde, vielleicht wurde er sogar zu Tode gehetzt. In seiner Schulter steckt eine Pfeilspitze, seine Rippen waren gebrochen, in einer Hand hatte er eine Schnittwunde und sein Körper war mit blauen Flecken übersät. Doch wer die Mörder waren und warum sie dem angesehen Greis an den Kragen gingen, wird möglicherweise für immer ungeklärt bleiben.

Ilka Lehnen-Beyel/DDP / DDP
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(