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Geld zurück Diese Neuerung gibt es ab dem 1. Juni bei der Deutschen Bahn

Ein ICE der Deutschen Bahn
Ein ICE der Deutschen Bahn
© Getty Images
Die Deutsche Bahn möchte digitaler werden und ermöglicht ab dem 1. Juni die Erstattung nach Zugverspätungen über die App.

Blickt man in die sozialen Netzwerke, bekommt man den Eindruck, die Deutsche Bahn sei dauernd unpünktlich. Den eigenen Statistiken zufolge sind im April 2021 jedoch 81,4 Prozent aller Züge des Fernverkehrs pünktlich an ihr Ziel gekommen. Wobei in der Statistik der Deutschen Bahn ein Halt noch als pünktlich gewertet wird, wenn die planmäßige Ankunftszeit um weniger als sechs beziehungsweise 16 Minuten überschritten wurde.

Trifft ein Zug mehr als eine Stunde später am Zielort ein, haben Bahnreisende Anspruch auf eine Teilerstattung des Fahrkartenpreises. Ab 60 Minuten Verspätung werden pauschal 25 Prozent des Fahrpreises erstattet, ab 120 Minuten sogar 50 Prozent. Der ICE-Sprinter-Aufpreis wird ab 30 Minuten Verspätung des ICE-Sprinters erstattet.

Erstattungsantrag nun via App möglich

Bislang war der Erstattungsantrag jedoch ausschließlich schriftlich möglich. Wer sein Geld zurück wollte, musste also entweder zum Briefkasten oder zum Reisezentrum am Bahnhof laufen. Das ändert sich zum 1. Juni: Dann besteht neben dem weiter erhältlichen analogen Erstattungsantrag die Möglichkeit, das Geld über die offizielle Bahn-App zurückzufordern. Darauf dürften Millionen Bahnreisende gewartet haben.

Bahnchef Richard Lutz kündigte an, die Erstattung über das Smartphone werde "kinderleicht" und sei "mit wenigen Klicks in fünf Minuten erledigt". "Unsere Kunden müssen keine Zugnummern mehr heraussuchen oder Fahrkarten einreichen. Damit machen wir die Entschädigung deutlich einfacher."

Der Fahrgastverband Pro Bahn befürwortet die neue Möglichkeit. "Das gehört zu einer modernen Eisenbahn dazu, dass man dieses Erstattungsformular elektronisch ausfüllen kann", erklärte der Ehrenvorsitzende Karl-Peter Naumann.

Digital-Offensive bei der Deutschen Bahn

Der Schritt ist nur ein Teil der lange überfälligen Digital-Offensive der Deutschen Bahn. So haben Reisende seit einiger Zeit die Möglichkeit, im Zug per Smartphone einzuchecken. Ebenfalls möglich ist inzwischen die automatische Übertragung von Reservierungen bei einem unplanmäßigen Zugwechsel.

Quellen: Deutsche BahnPünktlichkeitsstatistik der Deutschen Bahn

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